Bilanz nach Poser-Kontrollaktion
Am Freitagabend, dem 22. Mai, führten die Ermittlungsgruppe Poser des Polizeipräsidiums Mannheim gemeinsam mit Einsatzkräften des städtischen Ordnungsdienstes erneut in der Mannheimer Innenstadt umfangreiche Kontrollmaßnahmen durch. Ziel der gemeinsamen Aktion war es, gegen rücksichtsloses Verhalten der Poser- und illegalen Tuningszene vorzugehen. Denn rücksichtsloser Lärm und sicherheitsgefährdende Raserei sind keine Kavaliersdelikte, sondern eine ernste Belastung für alle Menschen, die sich in der Innenstadt aufhalten oder dort leben.
Der städtische Ordnungsdienst hat an diesem Abend Geschwindigkeitsmessungen und Kontrollen im ruhenden Verkehr durchgeführt. Denn sowohl zu schnelles Fahren als auch Falschparken stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Eine herausragende Geschwindigkeitsüberschreitung konnte in der Reichskanzler-Müller-Straße erfasst werden. Ein Autofahrer war hier in der 50er-Zone mit 138 km/h unterwegs.
Bei den Verkehrskontrollen durch das Polizeipräsidium Mannheim wurden nicht nur Fahrzeuge, sondern auch deren Fahrer in Augenschein genommen. Hierbei kontrollierten die Polizeibeamten insgesamt 68 Fahrzeuge sowie 94 Insassen mit dem Schwerpunkt Posing, wie auch illegales Tuning. Dabei wurden 21 Verstöße wegen unnötiger Lärm- und Abgasbelästigung festgestellt. An vier Fahrzeugen wurden unzulässige technische Veränderungen durchgeführt. Diese wurden sichergestellt.
Während der Kontrollmaßnahme stoppten die Einsatzkräfte der Ermittlungsgruppe Poser einen Audi A3, welcher mit fünf Personen besetzt war. Bei der Abfrage des Kennzeichens in den polizeilichen Informationssystemen stellte sich heraus, dass das Fahrzeug zur Eigentumssicherung ausgeschrieben war.
Die Insassen hatten den Audi zuvor von einer Fahrzeugvermietung rechtmäßig angemietet, diesen aber nach Ablauf des Mietvertrags nicht wieder zurückgegeben.
Bei der Inaugenscheinnahme des Fahrzeugs fiel auf, dass an dem durch die Fahrzeugvermietung verbauten Sicherheitssystem gegen Diebstahl manipuliert wurde.
Die Ermittlungen gegen die fünf Tatverdächtigen sind noch nicht abgeschlossen. Sie mussten eine Sicherheitsleistung in Höhe von 800 Euro hinterlegen.
Die Kontrollergebnisse im Überblick:
- 242 Parkverstöße im innerstädtischen Bereich
- 123 Überschreitungen der zulässigen Geschwindigkeit, darunter
- 2 Fahrverbote aufgrund der Überschreitungen der zulässigen Geschwindigkeit
- 21 Anzeigen wegen der unnötigen Verursachung von Lärm
- 4 Anzeigen wegen unzulässiger technischer Veränderungen und Manipulationen
- 4 Sicherstellungen von Fahrzeugen
- 1 Fahren ohne Fahrerlaubnis
- 17 Mängelberichte
- 15 Verstöße gegen die Gurtpflicht
- 9 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Handynutzung am Steuer
- 2 Anzeigen wegen des unzulässigen Befahrens von Radwegen bzw. wegen Rechtsüberholens
- 2 abgeschleppte Autos
Bei den regelmäßig durchgeführten Schwerpunktkontrollen für mehr Verkehrssicherheit geht es neben dem Sanktionieren von rechtswidrigen Veränderungen an den Kraftfahrzeugen auch um die Lärmemissionen, die durch veränderte Abgaseinrichtungen verursacht werden. Ziel ist es, die Belastung durch unnötig hervorgerufenen Lärm für die Anwohner spürbar zu verringern.
Weitere gemeinsame „Poser-Kontrollen“ von Ordnungsdienst und Polizei sind über den ganzen Sommer hinweg geplant.