Fachbereich Bildung E 2, 15 68159Mannheim Deutschland
Bildung ist ein entscheidender Schlüssel für die persönliche Entwicklung, aber auch für den sozialen Aufstieg und die gesellschaftliche Integration. Die Grundlagen hierfür werden auf kommunaler Ebene geschaffen, wo sich gesellschaftliche Entwicklungen und Herausforderungen manifestieren.
Lilli Kaufmann, geboren am 3. April 1884 in Mannheim, wurde am 21. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 3. September 1942 verstorben.
Der am 8. April 1887 in Mannheim geborene Heinrich Kaufmann wurde am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert und gilt seither als verschollen. Er wurde am 31.12.1945 für tot erklärt.
Die Patenschaft für die in F 2, 10 verlegten Stolpersteine übernahm die DGB-Jugend.
Der jüdische Kaufmann Albert Dreyfuss wurde am 14. Dezember 1864 in Mannheim geboren. Seine in Hoffenheim am 5. Dezember 1869 geborene Ehefrau Fanni (geb. Keller) war schon am 25. April 1936 verstorben, so dass er im Alter von nahezu 76 Jahren am 22. Oktober 1940 die Deportation nach Gurs ohne Begleitung Familienangehöriger antreten musste. Schon am 31. Oktober 1940 verstarb er in Lannemezan in Südfrankreich.
Nationaltheater Mannheim Am Goetheplatz 68161Mannheim Deutschland
Das Nationaltheater Mannheim ist eines der größten und ältesten kommunalen Repertoiretheater Deutschlands. Durch die Weiterentwicklung künstlerischer Ausdrucksformen wurden am Nationaltheater immer wieder wichtige Teile deutscher Theater- und Musikgeschichte geschrieben. Zahlreiche Uraufführungen und Deutsche Erstaufführungen in allen Sparten des Hauses belegen beispielhaft die innovative und zeitgemäße Fortführung der Tradition.
Der Zigarrenfabrikant Otto-Josef Michel (geb. 1879) und seine Frau Frieda (geb. 1884) lebten mit ihrer Familie bis zum 22. Oktober 1940 in der Richard-Wagner-Str. 26 und wurden am 22. Oktober 1940 wegen ihrer jüdischen Abstammung nach Gurs in Südfrankreich verschleppt. 1942 brachte man sie nach Auschwitz, wo beide schließlich ermordet wurden.
Der Jurist Heinrich Wetzlar wurde in Mannheim als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Mannheim studierte er an den Universitäten Berlin und Heidelberg, wo er 1892 an der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät promovierte. Der nach der zweiten Staatsprüfung 1894 eingeschlagene Berufsweg als Richter führte ihn erst 1929 wieder in seine Geburtsstadt zurück, als er zum Präsidenten des Mannheimer Landgerichts ernannt wurde.