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„TKUMAnnheim“: jüdisches Leben in Mannheim

Ende März fand ein besonderes Filmevent für Schulen rund um das medienpädagogische Dialogprojekt „TKUMAnnheim – Jüdisches Leben² von 1945 bis heute“ (2023) statt. Das Projekt wurde von der Stadt Mannheim mit Fördermitteln aus dem Bundesprogramm Demokratie leben! in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Mannheim in Auftrag gegeben. Ab sofort steht Mannheimer Schulen das didaktische Begleitmaterial zum Dialogprojekt über das Stadtmedienzentrum Mannheim / EduPool zur Verfügung. Die Schirmherrschaft des Schulevents übernahm der Antisemitismusbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Dr. Michael Blume.

Höhepunkt war ein großes Schulkinoevent im nahezu vollbesetzten, größten Kinosaal des Cineplex Mannheim, an dem mehrere Schulklassen teilnahmen. Durch die Unterstützung des Staatsministeriums Baden-Württemberg konnte die Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler kostenfrei angeboten werden. Im Anschluss an die Vorführung des 78-minütigen Dokumentarfilms diskutierten die Jugendlichen engagiert mit der Filmemacherin und weiteren Protagonistinnen und Protagonisten. 

Dem Kinobesuch vorausgegangen war eine Lehrkräftefortbildung der Filmemacherin in Kooperation mit dem Stadtmedienzentrum Mannheim. Zwei Protagonistinnen des Films, Susanne Benizri Wedde und Simone Hofmann, gaben persönliche Einblicke in ihre Erfahrungen. Sie berichteten von ihrer Bildungsarbeit an Schulen, die anlässlich demokratiebildender Projekttage in mehreren Bundesländern stattfanden, und machten deutlich, wie wichtig authentische Begegnungen und vielfältige Perspektiven für das Verständnis jüdischen Lebens sind. Isabel Gathof, Filmemacherin und Autorin des Begleitmaterials, präsentierte die Lehrerhandreichung sowie die zusätzlichen Bonus-Videos zu dem in englisch, russisch, türkisch sowie hebräisch untertitelten Dokumentarfilm.

Die hohe Aktualität des Themas und die Notwendigkeit der Auseinandersetzung damit wurde auch durch den Anstieg antisemitischer Vorfälle deutlich, wie die Vorstellung des Jahresberichts 2024 der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Bund) im Herbst 2025 in der Jüdischen Gemeinde Mannheim zeigte. Umso wichtiger ist die Bildungsarbeit: Bereits im Anschluss an die Screenings meldeten sich Schulen, die das Angebot nutzen möchten. Ziel ist es, jüdisches Leben in Mannheim sichtbar zu machen und den Dialog für ein respektvolles Zusammenleben zu stärken.


Weitere Informationen
Stadt Mannheim / Abteilung Diversity und Integration
Stellvertretende Integrationsbeauftragte
Sylvia Löffler 
Rathaus E 5, 68159 Mannheim
sylvia.loeffler@mannheim.de 
Tel.: 0621/293-9802

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