Umwelt & Verkehr -

Tipps gegen die Ausbreitung von Ratten

Das eigene Verhalten kann das Nahrungsangebot für Ratten und damit deren Ausbreitung reduzieren. Die Stadt informiert mit Plakaten.

Ratten können eine Vielzahl von Krankheitserregern auf den Menschen übertragen. Die Nager treten vor allem an stark frequentierten Orten bzw. dort vermehrt auf, wo sich Abfälle mit Lebensmittelresten ansammeln. Besonders betroffen sind häufig öffentliche Plätze, Müllcontainerstandorte sowie Gebiete mit hoher Gastronomie-Dichte.

Das eigene Verhalten im öffentlichen Raum kann die Lebensbedingungen der Ratten beeinflussen: Das Fallenlassen von Lebensmittelresten und die „Entsorgung“ von Speiseresten in Gebüschen fördern die Lebensbedingungen der Tiere. Speisereste und Verpackungsmaterialien gehören daher in Abfallkörbe.

Humorvolle Plakate

Um darüber zu informieren, dass das Verhalten im öffentlichen Raum die Ausbreitung von Ratten beeinflusst, hat der Stadtraumservice eine Plakatkampagne im öffentlichen Raum und an Hot-Spots gestartet. Die Motive erinnern mit humorvollen Motiven daran, was man selbst tun kann. Ergänzend wird online darüber informiert, welche Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden können, um das Ausbreiten der Ratten zu verhindern. Die Informationen findet man auf www.mannheim.de/ratten.

Füttern macht krank

Das Füttern von Wildtieren wie Enten, Schwänen, Gänsen, Tauben, Waschbären, Igeln, Füchsen oder Nutria ist oft gut gemeint – aber leider schadet es mehr, als es nützt. Füttern macht Tiere krank und abhängig: Nicht artgerechtes Futter wie Brot oder Essensreste führt bei Wasservögeln zu schweren Leiden wie der Kippflügelkrankheit und schwächt ihr Immunsystem. Und die Futterreste sind auch ein gefundenes Fressen für Ratten. Nach der Allgemeinen Polizeiverordnung ist das Füttern, das Auslegen bzw. Ausstreuen von Futter für Tiere untersagt. Verstöße können mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden.
Ratten machen nicht vor privaten Grundstücksgrenzen halt: Abfälle gehören daher weder auf die Straße noch in die Toilette. Speisereste oder verdorbene Lebensmittel müssen immer über die kostenlose Biotonne oder über den Restmüll entsorgt werden. Die Deckel der Mülltonnen sollen immer geschlossen werden, damit Ratten nicht hineingelangen können.

Einsatz von Köderboxen

Im Stadtgebiet werden im Auftrag des Stadtraumservice durch eine Schädlingsbekämpfungsfirma Köderboxen mit Fraßködern entsprechend den geltenden gesetzlichen Vorgaben aufgestellt. Die Köderboxen sind so konzipiert, dass ausschließlich Ratten Zugang zum Köder erhalten. Die Bauweise verhindert zuverlässig, dass andere Tiere wie etwa Vögel, Wild- oder Haustiere, in Kontakt mit dem Köder gelangen können. Auch die verwendeten Wirkstoffe unterliegen strengen gesetzlichen Regelungen, insbesondere im Hinblick auf Tier-, Umwelt- und Anwenderschutz. Die eingesetzten Präparate sind geprüft, zugelassen und werden ausschließlich gemäß den geltenden Vorschriften und Sicherheitsstandards verwendet. Die Durchführung und Kontrolle erfolgt stets durch geschultes Fachpersonal. In der Kanalisation befüllt der Eigenbetrieb Stadtentwässerung die Köderboxen.

Bürgerinnen und Bürger sollten Hinweise zu einem verstärkten Rattenaufkommen im öffentlichen Raum jederzeit an die zuständige Stelle (Behördennummer 115 oder per Mail an stadtreinigung@mannheim.de) melden, um eine schnelle Reaktion zu ermöglichen.

 

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