Von Göttern, Dorlis und anderen Phänomenen in frankokaribischen Literaturen
Der karibische Raum gilt aus touristischer Perspektive oft als Inbegriff paradiesischer Landschaften. Zugleich ist er jedoch geprägt von einer Geschichte kolonialer Gewalt, Ausbeutung und Sklaverei, deren Folgen bis heute nachwirken. Diese Spannungen spiegeln sich in den frankokaribischen Literaturen wider, die ein breites Spektrum humorvoller, tragischer und übernatürlicher Erzählformen vereinen. Im Zentrum steht dabei häufig die Suche nach kultureller und individueller Identität.
Im Rahmen eines Forschungstags zu aktuellen Tendenzen frankokaribischer Literaturen an der Universität Mannheim findet im IF Mannheim ein Gespräch mit zwei Autor:innen statt. Die martinikanische Schriftstellerin Mérine Céco setzt sich in ihren Werken kritisch mit tradierten Mythen auseinander und konfrontiert diese mit gesellschaftlicher Realität. Der haitianische Autor Louis-Philippe Dalembert beleuchtet mit poetischer Schärfe Alltagsleben, religiöse Praktiken und soziale Herausforderungen in Haiti. Gemeinsam sprechen sie über ihre Romane sowie über politische und gesellschaftliche Entwicklungen in der Karibik.
Moderiert wird der Abend von Juliane Tauchnitz (Universität Mannheim) und Sarah Burnautzki (Universität Heidelberg). Julia Görtz (Universität Mannheim) übersetzt. Der Eintritt ist frei!
Weitere Infos unter https://www.if-mannheim.eu/kultur.