Kultur -

Abschlusskonzert der SingPause Mannheim

In einem mitreißenden Abschlusskonzert in der OPAL – der Oper am Luisenpark – feierte die SingPause Mannheim am 7. Juli ihre gelungene Premiere. Rund 330 Schüler*innen der Pestalozzischule sowie der Johannes-Kepler-Grundschule präsentierten erstmals gemeinsam die Lieder, die sie seit November 2025 im Rahmen des musikalischen Bildungsprojekts gelernt und regelmäßig eingeübt hatten. Vor Familien, Lehrkräften sowie zahlreichen Gästen aus Politik, Kultur und Bildung zeigten die Kinder eindrucksvoll, welche musikalischen Fähigkeiten sie in nur wenigen Monaten entwickelt haben.

Durch das Programm führte Initiator und Moderator Benedikt Nawrath. Er begrüßte die Gäste und dankte insbesondere den Schulleitungen, Frau Hagemann und Frau Kremer, den engagierten Lehrkräften sowie den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern, die die Einführung der SingPause in Mannheim möglich gemacht haben.

Konzert mit großer Begeisterung und beeindruckender Musikalität

Zu den Ehrengästen zählten Opernintendant Albrecht Puhlmann, Dr. Bernd Schmid-Ruhe, Leiter des Fachbereichs Bildung der Stadt Mannheim, sowie Musikschulleiter Bjoern Strangmann, der zugleich Vorstandsvorsitzender der mitfinanzierenden Rychel-Stiftung ist. Als Sponsoren engagieren sich die Mannheimer Runde und die Bülent Ceylan Stiftung. Gemeinsam mit Gernot Herweh, Vorsitzender des Kurpfälzer Chorverbands Mannheim, und Benedikt Nawrath, Nationaltheater Mannheim, wurde die Idee der SingPause nach Mannheim gebracht und innerhalb eines Schuljahres erfolgreich umgesetzt.

Im Mittelpunkt des Konzerts standen die Kinder, die unter der Führung der Singleiter*innen Hannes Kehl und Stephan Kraus von der Musikschule und Regina Gajnanow mit großer Begeisterung und beeindruckender Musikalität auftraten. Begleitet wurden sie von den Lehrkräften der Musikschule Valentin Humburger am Flügel sowie Andrès Bertomeu an den Percussion-Instrumenten.

Das abwechslungsreiche Programm umfasste zehn Lieder – von „Jetzt geht's los“ über „Nur Mut“, „Bruder Jakob“ in mehreren Sprachen und den rhythmischen „Cup Song“ bis hin zu „Alarm, Alarm“ und dem traditionellen Abschlusslied „1234567“. Mit sichtbarer Freude und großem Engagement sangen die Kinder auswendig und bewiesen eindrucksvoll ihr Rhythmusgefühl sowie ihre musikalische Ausdruckskraft.

Zwischen den musikalischen Beiträgen erhielten die Besucher*innen Einblicke in das Konzept der SingPause. Musikschulleiter Bjoern Strangmann erläuterte, dass die Musikschule Mannheim derzeit rund 9.300 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, von denen etwa die Hälfte im Rahmen von Kooperationen mit Bildungseinrichtungen erreicht wird. Ziel sei es, die musikalischen Kompetenzen der Musikschule mit denen der allgemeinbildenden Schulen zu vereinen und kulturelle Bildung möglichst vielen Kindern zugänglich zu machen.

Kinder an das Singen und die Musik heranführen

„Die Aufführung auf der großen Bühne hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in der SingPause steckt. Wenn Kinder gemeinsam singen, erleben sie Gemeinschaft, gewinnen Selbstvertrauen und entdecken ihre eigenen Stärken. Es freut mich sehr, dass dieses Projekt in Mannheim einen so erfolgreichen Start erlebt hat. Mein Wunsch ist, dass die SingPause dauerhaft an unseren Schulen etabliert werden kann. Dafür brauchen wir weitere Förderinnen und Förderer, die dieses besondere Bildungsprojekt finanziell unterstützen. Mit ihrer Hilfe können wir noch mehr Kindern die Freude am gemeinsamen Singen ermöglichen und die SingPause hoffentlich auf weitere Mannheimer Grundschulen ausweiten“, erklärt Dirk Grunert, Bildungsbürgermeister und Vorsitzender des Stiftungsrats der mitfinanzierenden Rychel Stiftung.

„Es ist großartig, dass die Kinder ihr langes Üben im Zuge der SingPause mit einem großen Abschlusskonzert und unter dem Applaus ihrer Familien, Lehrer*innen und vielen weiteren Gästen zu einem ruhmreichen Abschluss führen konnten. Das Singen im Chor ist eine wirklich wertvolle Erfahrung, die den Kindern die Liebe zur Musik und zum Singen näherbringt – eine Liebe, die bei vielen ein Leben lang hält. Die Zusammenarbeit von Musikschule, Nationaltheater, Musikhochschule und Chorverband ist damit ein voller Erfolg“, freut sich Thorsten Riehle, Kulturbürgermeister.

„Die SingPause verbindet das Erlernen musikalischer Grundlagen mit der Freude am gemeinsamen Singen und Musizieren. Genau das erleben wir bei unseren Besuchen in den Schulen – und genau das konnten wir heute auf der Bühne hören“, so Musikschulleiter Bjoern Strangmann.

„Besonders wichtig ist uns, dass weder die Kinder noch ihre Familien für die Teilnahme oder das Abschlusskonzert etwas bezahlen müssen. Die SingPause steht allen Kindern offen – unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit und kultureller Teilhabe in Mannheim. Sie ist inklusiv und interkulturell“, erläutert Dr. Bernd Schmid-Ruhe, Leiter des Fachbereichs Bildung der Stadt Mannheim.

Seit November kommen speziell ausgebildete Singleiterinnen und Singleiter zweimal wöchentlich für jeweils 20 Minuten in den regulären Unterricht der Grundschüler*innen. Dabei vermitteln sie den Kindern spielerisch musikalische Grundlagen wie Rhythmusgefühl, Gehörbildung, Stimmbildung und sicheres Singen. Gleichzeitig stärkt das gemeinsame Musizieren Konzentration, Sprachentwicklung und soziale Kompetenzen.

Mit langanhaltendem Applaus endete das erste Abschlusskonzert der Mannheimer SingPause. Die Organisatoren ziehen eine durchweg positive Bilanz und möchten das Projekt in den kommenden Jahren weiter nach Möglichkeit ausbauen, damit noch mehr Mannheimer Grundschulkinder von diesem musikalischen Bildungsangebot profitieren können.

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