Der jüdische Kaufmann Albert Dreyfuss wurde am 14. Dezember 1864 in Mannheim geboren. Seine in Hoffenheim am 5. Dezember 1869 geborene Ehefrau Fanni (geb. Keller) war schon am 25. April 1936 verstorben, so dass er im Alter von nahezu 76 Jahren am 22. Oktober 1940 die Deportation nach Gurs ohne Begleitung Familienangehöriger antreten musste. Schon am 31. Oktober 1940 verstarb er in Lannemezan in Südfrankreich.
Das TECHNOSEUM (frühere Bezeichnung Landesmuseum für Technik und Arbeit) in Mannheim gilt mit seiner außergewöhnlichen Architektur als wegweisend für den modernen Museumsbau. Die schiefen Ebenen des 1990 vollendeten, ganz in Weiß gehaltenen Gebäudes erwecken den Eindruck, als wäre der Bau selbst in Bewegung.
Verschiedene Ausstellungseinheiten illustrieren den technischen und sozialen Wandel vom 18. Jahrhundert bis heute. Dieser historische Streifzug startet auf der obersten Ebene und führt chronologisch in einer „Raum-Zeit-Spirale“ nach unten.
Nationaltheater Mannheim Am Goetheplatz 68161Mannheim Deutschland
Das Nationaltheater Mannheim ist eines der größten und ältesten kommunalen Repertoiretheater Deutschlands. Durch die Weiterentwicklung künstlerischer Ausdrucksformen wurden am Nationaltheater immer wieder wichtige Teile deutscher Theater- und Musikgeschichte geschrieben. Zahlreiche Uraufführungen und Deutsche Erstaufführungen in allen Sparten des Hauses belegen beispielhaft die innovative und zeitgemäße Fortführung der Tradition.
Der Zigarrenfabrikant Otto-Josef Michel (geb. 1879) und seine Frau Frieda (geb. 1884) lebten mit ihrer Familie bis zum 22. Oktober 1940 in der Richard-Wagner-Str. 26 und wurden am 22. Oktober 1940 wegen ihrer jüdischen Abstammung nach Gurs in Südfrankreich verschleppt. 1942 brachte man sie nach Auschwitz, wo beide schließlich ermordet wurden.
Der Jurist Heinrich Wetzlar wurde in Mannheim als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Mannheim studierte er an den Universitäten Berlin und Heidelberg, wo er 1892 an der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät promovierte. Der nach der zweiten Staatsprüfung 1894 eingeschlagene Berufsweg als Richter führte ihn erst 1929 wieder in seine Geburtsstadt zurück, als er zum Präsidenten des Mannheimer Landgerichts ernannt wurde.
Sicherlich kann sich niemand mehr von Ihnen an die Familie Dreifuss erinnern. Wie denn auch, lebte doch die Familie Dreifuss bereits vor mehr als 70 Jahren im 1. Obergeschoss eines Hauses in der Goethestraße 18, genauer bis zum Jahr 1933. Die Familie Dreifuss, das waren das Ehepaar Eugen Dreifuss, geboren 1886, und Rosa Dreifuss, geb. Ascher, geboren 1893, sowie die Kinder Bernard, Jahrgang 1921, und Henny, Jahrgang 1924. Eugen Dreifuss war aktiver Sozialdemokrat zu Zeiten der Weimarer Republik.