Der Meister und Margarita

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»Der Meister und Margarita« ist ein literarisches Ereignis: Satire, Liebesgeschichte, politische Parabel und meta-physisches Spiel zugleich. Geschrieben im Schatten stalinistischer Zensur, entwirft der Text ein groteskes Panorama Moskaus der 1930er Jahre, in das der Teufel höchstpersönlich einbricht – elegant, verführerisch, gnadenlos. Als harmloser Tourist getarnt, bereist der geheimnisvolle Magier Woland Moskau. Begleitet von einem unheimlichen Gefolge, legt Woland die Mechanismen von Macht, Anpassung und Denunziation frei und bringt die Stadt ins Chaos. Parallel zu dieser Moskauer Teufelsfarce entfaltet Bulgakow in eingeschobenen Kapiteln einen Roman im Roman: In Jerusalem ringt Pontius Pilatus mit seinem Gewissen, als er Jesus Christus wider besseren Wissens zum Tod am Kreuz verurteilt. Verbunden werden beide Erzählebenen durch den Meister – einen sensiblen Schriftsteller, der an der Ablehnung seines Werks zerbricht. In die Psychiatrie getrieben, trifft er auf weitere Opfer Wolands, während seine Geliebte Margarita bereit ist, alles zu riskieren, um ihn und sein Werk zu retten.
Für das Nationaltheater Mannheim inszeniert Maxim Didenko, der in Mannheim bereits mit seiner gefeierten Inszenierung »Die Nacht von Lissabon« überzeugt hat, den vielschichtigen Roman als sinnliches, musikalisches und bildstarkes Theaterereignis.

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