Mannheimer Kolonialwarenhandel und der Kampf zweier Genossenschaften
Vortrag | 1850 verzeichnet das Mannheimer Adressbuch „46 Spezereien und 14 Colonialwarenläden“, um 1900 waren es schon 265. Welche „exotischen“ Waren hatten diese Geschäfte im Angebot? Neu aufkommende Reklame steigert die Kauflust, suggeriert Überlegenheit derer, die sich Kolonialwaren leisten können. Doch der Markt wird für die vielen Geschäfte enger, als die großen Warenhäuser mit ihren Lebensmittelabteilungen entstehen. Diese bieten auch Bekleidung und Dekoratives im „Kolonialstil“. Dazu kommt noch die Konsumgenossenschaft. Mit ihren günstigen Lebensmitteln – auch „aus Übersee“ – buhlt sie mit der E.d.K., der Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler, um Kundschaft.
Mit Barbara Ritter, Rhein-Neckar-Industriekultur e.V.