AFFETTI MUSICALI - Affekte und Leidenschaften in der Musik von Johann Adolf Hasse

KÜNSTLER
Dorota Nowak – Soprano
Sławomir Drózd – Traversflöte
Pia Grutschus – Violine
Isolde Winter – Violoncello
Dorota Zimna – Cembalo

Johann Adolf Hasse (1699–1783) war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Musiklebens im Europa des 18. Jahrhunderts. Über mehrere Jahrzehnte hinweg galt er als der herausragendste Opernkomponist seiner Zeit. Seine Werke wurden in den wichtigsten Musikzentren der Epoche aufgeführt – in Neapel, Venedig, Rom, Dresden sowie in Warschau. Hasse war eng mit Polen verbunden: 1730 wurde er zum Kapellmeister am Dresdner Hof des polnischen Königs und sächsischen Kurfürsten August II. dem Starken ernannt; dieses Amt bekleidete er auch unter der Herrschaft von August III. und stand damit über drei Jahrzehnte lang im Dienst der polnischen Monarchen. Mehrfach besuchte er Warschau, wo sein Schaffen beim Publikum großen Anklang fand.

Auf dem Programm des Konzerts stehen unter anderem Kantaten von Hasse, die die Meisterschaft des Komponisten im Umgang mit Emotionen und musikalischer Rhetorik verdeutlichen. In den Gesangspartien finden sich sowohl lyrische Liebesbekenntnisse als auch Arien mit dramatische Szenen, wie sie für die Opernbühne charakteristisch sind. Ergänzt wird das Programm durch Hasses Triosonaten für Flöte, Violine und Basso continuo, die als eine Art instrumentale Erzählungen mit theatralischem Charakter betrachtet werden können, sowie durch den polnischen Tanz „Polonaise“ für Cembalo solo.

Das Projekt “Gemeinsames Erbe“ ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen den Partnerstädten Bydgoszcz und Mannheim sowie Musikern aus diesen Städten, die sich auf historische Aufführungspraxis spezialisiert haben. Dieses bereits als regelmäßige Veranstaltungsreihe etablierte Projekt (das seit 2022 durchgeführt wird) zielt darüber hinaus darauf ab, den reichen kulturellen Austausch auf musikalischer Ebene zwischen den Ländern Europas, insbesondere zwischen Polen und Deutschland, im 16. bis 18. Jahrhundert aufzuzeigen und die Bedeutung dieses gemeinsamen Erbes in einem breiten europäischen Kontext hervorzuheben.

Das Projekt „Gemeinsames Erbe 2026” wird kofinanziert von Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit, Kulturamt Mannheim, Stadt Bydgoszcz.
Veranstalter und Partner: Verein der Akademie für Alte Musik (verbunden mit der Stadt Bydgoszcz), Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V., Polnische Katholische Mission in Mannheim, Polonia - Forum Polnischer Kultur e.V.

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