Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der Unteren Naturschutzbehörde

Hey zusammen, ich bin Elaf! Ich bin 19 Jahre alt, spiele in meiner Freizeit gern Basketball und nach meinem Schulabschluss habe ich am 1. September 2025 direkt mit mein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Mannheim begonnen.

Für alle, die es nicht kennen: Das FÖJ ist ein Orientierungsjahr für junge Leute, die sich für Umwelt- und Naturschutz einsetzen wollen. Es ist so organisiert, dass man ein Jahr lang fest in einer Einsatzstelle mitarbeitet, aber auch Seminartage hat, um sich mit anderen Freiwilligen auszutauschen. Man bekommt also einen tiefen Einblick in grüne Berufe, bevor man sich für ein Studium oder eine Ausbildung entscheidet.

Nach der Schule wollte ich erst mal raus aus der ganzen Theorie und wissen, wie sich das „echte“ Arbeitsleben anfühlt. Ich war zwar schon immer gerne draußen, aber ehrlich gesagt wusste ich über die Natur gar nicht so viel. Das FÖJ ist für mich die perfekte Chance, mich persönlich weiterzuentwickeln und gleichzeitig fachlich richtig reinzuschnuppern.

Mein Tag beginnt meistens um 8 Uhr, aber durch die Gleitzeit bin ich relativ flexibel, das ist auch wichtig, wenn man abends mal länger bei einer Veranstaltung ist. Im Büro heißt es erst mal: Laptop an, Dienstausweis dabei haben und To-dos abarbeiten. Hier bekomme ich voll mit, wie Naturschutz in einer Stadt organisiert wird, wie Planungen ablaufen und was alles hinter den Kulissen einer Behörde passieren muss.
Im Waldhaus Mannheim sieht die Welt ganz anders aus. Da geht es meistens um 9 Uhr direkt mit den Schulklassen los. Da brauche ich keine schicken Klamotten, sondern robuste Arbeitskleidung.

Mein FÖJ- Partner und ich assistieren der Waldpädagogin und zeigen den Kindern zum Beispiel, wie man mit dem Kompass umgeht oder vermitteln Wissen über Tiere und Bäume. Dabei habe ich selbst unglaublich viel gelernt: Ich erkenne jetzt verschiedene Baumarten und verstehe beispielsweise, warum Totholz für unser Ökosystem so wichtig ist oder warum Jäger eine so wichtige Rolle spielen.
Ein Highlight ist die Survival-Aktion: Die Kinder bauen Unterkünfte aus Ästen und machen Feuer ohne Feuerzeug. Es ist schön zu sehen, wie sie die Natur entdecken. Dabei habe ich auch gelernt, wie herausfordernd es ist, Schulklassen drei bis vier Stunden zu beschäftigen und ihnen was beizubringen, ohne dass ihnen langweilig wird. 

Es ist aber nicht nur „Pädagogik“. Ich durfte schon richtig mit anpacken: bei Waldputztagen, beim Bäumefällen oder bei handwerklichen Projekten wie dem Bau einer Korkpinnwand. Natürlich ist die Arbeit im Wald körperlich fordernd, aber genau das tut unglaublich gut. Es ist ein toller Ausgleich zum Sitzen am Schreibtisch und man merkt schnell, wie man fitter wird und Routine entwickelt. Es macht einfach stolz, am Ende des Tages zu sehen, was man mit den eigenen Händen geschaffen hat – man sieht sofort ein Ergebnis seiner Arbeit.
Durch diese Mischung aus Handwerk, Pädagogik und Verwaltung habe ich mich persönlich echt verändert. Ich bin viel organisierter geworden, weil ich meine Termine zwischen Büro und Waldhaus selbst koordinieren muss. Außerdem bin ich mutiger geworden und fachlich habe ich jetzt einen ganz anderen Blick auf den Stadtwald und den Klimawandel.

Ein FÖJ bei der Stadt Mannheim lohnt sich einfach. Man lernt die Stadt von einer Seite kennen, die man sonst nie sieht, und wächst jeden Tag ein Stück über sich hinaus. Wenn ihr Lust habt, mal aus eurer Komfortzone rauszukommen und wirklich etwas zu bewegen, kann ich es euch nur empfehlen!
Eure Föjlerin Elaf

Bewerbungen sind hier möglich: https://www.foej-bw.de/es/stadt-mannheim
Weitere Infos: https://www.mannheim.de/de/service-bieten/umwelt/naturschutz/freiwilliges-oekologisches-jahr