Wirtschaft & Arbeit18.06.2013

Hochschule Mannheim mit Delta Racing Team



18.06.2013

Bürgermeister Michael Grötsch begutachtet Rennwagen bei der Veranstaltung "Delta Racing"



Rund 60 Studierende der Hochschule Mannheim haben es ganz besonders eilig. Bereits zum vierten Mal seit 2010 vertreten sie mit ihrem „Delta Racing Team“ Mannheim und die Metropolregion bei den Rennen der „Formular Student“. Bürgermeister Michael Grötsch gratulierte zur Präsentation des vierten Rennwagens, der offiziell den Namen DR 13-TC trägt, aber inoffiziell und liebevoll von den Studenten „Manni“ genannt wird.

Die Liste der Aufgaben, die bis zum „Rollout“, also der Präsentation des Boliden zu bewältigen war, ist schier endlos lang. Es wurde geschweißt, gefräst, getestet, lackiert, berechnet, das Regelwerk erforscht und ausgeschöpft, ein Sicherheitskonzept für den Fahrer entwickelt und dabei ständig Sponsoren gesucht und der Kontakt zu den Unterstützern intensiviert. „So eine Mammutaufgabe kann man nur im Team bewältigen. Hierfür gilt Ihnen mein Respekt“, sagte Grötsch. Das Team zeige, dass Erfindergeist auch 125 Jahre nach Carl Benz noch in Mannheim zuhause ist.

Und er freute sich über eine weitere Kooperation. Denn das Delta Racing Team 2013 arbeitete nicht nur Fakultätsübergreifend an der eigenen Hochschule zusammen, hatte Fachgruppen für den Karosseriebau bis hin zur Marketingstrategie und dem Design des Rennwagens, sondern suchte auch den Kontakt zu den Studenten der Popakademie Baden-Württemberg, die ihren kreativen Teil zum neuen Imagefilm des Rennsportteams beisteuerten. Oder, wie es der künstlerische Leiter der Popakademie, Professor Udo Dahmen ausdrückte: „Wir machen den Rock und ihr den Roll.“

Gemeinsames Ziel sei es, die Platzierungen der Vorjahre weiter zu steigern Im Vorjahr gelang den Mannheimer Hochschülern ein beachtlicher Sprung um elf Ränge nach vorne auf Platz 60 unter 120 teilnehmenden Hochschulen. Dafür sind in „Manni“ in diesem Jahr noch mehr Teile aus Kohlefaser. Professor Thomas Schüssler als Prorektor der Hochschule unterstrich jedoch, dass im Delta Racing Team schon der gemeinsame Weg alleine ein Ziel sei, zumal beispielsweise die Hochschule Stuttgart dank der Unterstützung eines Automobilbauers, der auch in Mannheim zuhause ist, in Sachen Rennsport aus dem Vollen schöpfen könne.

Doch auch Bürgermeister Michael Grötsch bestätigte, dass die Sponsoren des Hochschul-Rennsport-Teams garantiert auf das richtige Pferd setzen: „Da kommen motivierte, kluge Absolventen und angehende Fachkräfte auf sie zu!“ Über 40 Sponsoren haben dieses Potenzial bereits erkannt. Auch die BASF SE, die in diesem Jahr erstmals in den Rennsport eingestiegen ist. „Das Delta Racing Team macht mit seiner fächerübergreifenden Zusammenarbeit genau das, was wir als Unternehmen auch fordern. Deshalb waren wir von Anfang an von der Zusammenarbeit begeistert“, sagte Isabel Schneider.

Und im kommenden Jahr verdoppeln sich die Chancen des Mannheimer Rennsportteams sogar, denn dann geht das Delta Racing Team nicht nur mit einem rund 80 PS-starken, selbstentwickelten Turbomotor, sondern auch als umweltfreundlicher Elektroantrieb an den Start.     

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