Wirtschaft & Arbeit19.01.2017

Ergebnisse der Studierendenbefragung 2016 bestätigen hohen Zufriedenheitsgrad mit Mannheim als Studien- und Arbeitsort



19.01.2017

Bürgermeister Grötsch stellte mit Wirtschaftsförderung und Spiegel Institut die Ergebnisse der Studierendenbefragung vor



Lebendig, vielseitig, weltoffen, tolerant und aktiv – das sind die fünf Adjektive, die bei den Mannheimer Studierenden am häufigsten mit der Quadratestadt assoziiert werden. Bei der vom Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung beauftragten und vom Spiegel Institut Mannheim durchgeführten Studie gab es mit knapp 1.700 Studierenden eine deutlich höhere Beteiligung als bei den ersten beiden Befragungen in den Jahren 2012 und 2014 mit zuletzt etwa 1.200 Teilnehmern. Im Fokus standen vor allem wirtschaftliche Aspekte.

„Es ist unser Ziel, hochqualifizierte Studienabsolventen für den Lebens- und Arbeitsort Mannheim zu gewinnen und langfristig zu binden. Daher ist es wichtig zu erfahren, wie sich die Fachkräfte von morgen an ihrem Studienort fühlen, wie sie Mannheim als Wirtschaftsstandort wahrnehmen und Kontakt zu Unternehmen herstellen können“, benennt Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch die zentralen Gründe für die in Auftrag gegebene Studie „Standortbindung von jungen Talenten und Nachwuchskräften“.

Insgesamt sind die Ergebnisse im Vergleich zur letzten Befragung vor zwei Jahren konstant. Es zeigt sich, dass die Studierenden der Mannheimer Hochschulen mit ihrem Studien- und Lebensort zufrieden sind: Für 67 Prozent der Befragten ist Mannheim der bevorzugte Studienort. 66 Prozent sind wegen des Studiums nach Mannheim und in die Region umgezogen. 80 Prozent verbringen die Wochenenden fast immer, eher häufig oder zumindest jedes zweite Mal in Mannheim. Zudem werden Infrastruktur, Einkaufsmöglichkeiten, kulturelles Angebot und die Auswahl an Ausgehmöglichkeiten gut bis sehr gut bewertet. Auf einer Skala von 1 (stimme nicht zu) bis 7 (stimme voll zu) liegen hier die Werte zwischen 5,1 und 6,1.

Handlungsbedarf sehen die Befragten nach wie vor bei der Kinderbetreuung, wobei sich hierzu nur 113 der knapp 1.700 Teilnehmer geäußert haben. Auch beim bedarfsgerechten Wohnungsangebot ist mit einem Wert von 3,8 noch Luft nach oben. „Um das Wohnungsangebot kontinuierlich zu verbessern, stehen wir mit möglichen Investoren in Kontakt. Außerdem wird sich mit der Umnutzung der Konversionsflächen die Wohnsituation zukünftig in Mannheim entspannen“, kommentiert Grötsch die Ergebnisse. 

Der Unternehmensstandort Mannheim wird sehr gut bewertet. „Die Fragen zur Attraktivität des Wirtschaftsstandortes sind mit den Werten von 5,3 bis 6,0 äußerst positiv ausgefallen und machen deutlich, dass die Arbeitgeber in Mannheim ein zentraler Faktor für die Standortbindung von Studierenden sind“, resümiert Christiane Ram, Leiterin der Wirtschafts- und Strukturförderung. Besonders die Attraktivität von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) als Arbeitgeber haben gegenüber den Vorjahren zugenommen (2016: 5,1, 2014: 4,9). Ihr Bekanntheitsgrad muss allerdings weiter gesteigert werden. Großunternehmen sind mit einem Wert von 6,0 deutlich bekannter als die KMU mit 4,2. Noch stärker wird das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Wahl des zukünftigen Arbeitsplatzes bewertet (2016: 5,9, 2014: 5,7), auch Gleichstellung und Diversity sind für die Mehrheit der Befragten von Bedeutung. Karrieremessen sehen sie als gute Gelegenheit, um mit Mannheimer Unternehmen in Kontakt zu treten. Hier steigerte sich die Zustimmung von 5,1 aus dem Jahr 2014 auf aktuell 5,3.

Für die Wirtschaftsförderung, insbesondere den Bereich „Menschen und Kompetenzen“ – zuständig für die Standortbindung von Studierenden – gibt die Studie wichtige Hinweise auf die Stärken Mannheims, aber auch darauf, wo noch nachgebessert werden muss. Für dieses Jahr sind eine noch stärkere Vernetzung der Studierenden vor allem mit den KMU, die Unterstützung von Karrieremessen sowie die Weiterführung der Mannheim-Stipendien vorgesehen. Ebenso sind aufgrund der Studienergebnisse neue Ideen und Themen geplant.

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