Unternehmen in Mannheim: An- und Umsiedlungen 2013

Günstige Verkehrsverbindungen, Nähe zu Wissenschaft und Forschung, moderne Bürogebäude: Der Wirtschaftsstandort Mannheim punktet mit einer ganzen Reihe Vorteile. Motivation für zahlreiche Unternehmen, ihren Firmensitz in die Quadratestadt zu verlegen.

  • ACHAT Hotel- und Betriebsimmobilien

28 Häuser in Deutschland, Österreich und Ungarn betreibt die 1991 gegründete Achat-Gruppe, die aus der Süba-Gruppe hervorgegangen ist. Im Mai sind die 20 Mitarbeiter von Hockenheim in das Bürogebäude Eastsite IV in der Harrlachstraße in Neuostheim umgezogen – und wollen vom neuen Standort aus zur erfolgreichsten deutschen Hotelgruppe im mittleren Marktsegment avancieren. „Wir wollten in der Region bleiben, sie ist unser Zuhause. Gleichzeitig wollten wir etwas Neues und Modernes. Deshalb haben wir uns für Mannheim und die Eastsite entschieden“, so Lordana Franz, Assistentin der Geschäftsleitung. Passend zum neuen Firmensitz hat die Hotelkette auch die Kampagne „ACHAT im Quadrat“ gestartet, die sich mit quadratischen Zimmerpreisen (z. B. 7², 8² oder 9²) an der „Quadratestadt“ inspiriert.

  • Lorbeer Design

Auf Corporate Design ist die Werbeagentur Lorbeer Design spezialisiert, zu deren Kunden u. a. die Dietmar-Hopp-Stiftung gehört. Die Bensheimer Werbeagentur hat im Hafenpark eine neue Heimat gefunden und profitiert dort von der engen Zusammenarbeit mit anderen Kreativen. „Seit Juli haben wir feste Co-Working-Arbeitsplätze – aktuell sind es vier – im dem 450 Quadratmeter großen Loft ‚Raumteiler‘ im Hafenpark angemietet und sind in diesem Umfeld mit zahlreichen Kreativen ganz glücklich“, so Stephanie Reichelt, Inhaberin der Agentur. „Ein Arbeitsplatz mit Dachterrasse und Blick aufs Wasser, was will man mehr“, bedankt sie sich auch für die Unterstützung der Wirtschaftsförderung bei der Suche nach geeigneten Räumen. „Wir haben tolle, wertvolle Adressen bekommen – und letztendlich auch wichtige Kontakte beim Thema Hafenpark.“

  • Kepos

Vor allem die günstige Lage zwischen den Forschungsstandorten Darmstadt, Frankfurt, Heidelberg, Karlsruhe und Mainz gaben für die Kepos GmbH, einem Unternehmen für Personalentwicklung im Gesundheitsbereich, den Ausschlag, von Frankfurt nach Mannheim umzuziehen. Ihr neuer Firmensitz ist  L14, in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof gelegen. „Das ist der entscheidende Vorteil von Mannheim: Hier kreuzen sich im Bahnhof die Nord-Süd-Verbindungen in Richtung Dortmund und Hamburg bzw. Berlin in die eine und Basel oder München in die andere Richtung“, so Barbara Hoffbauer und Dr. Axel Szabowski, die sich als Brückenbauer zwischen Wissenschaftlern und Personalverantwortlichen in der akademischen Forschung, aus Unternehmen und dem Non-Profit-Bereich verstehen. „Wir sind eher Befähiger als Berater“, so Szabowski. „Wir legen unsere Arbeit so an, dass unsere Klienten nachhaltig von ihren Erfahrungen mit uns profitieren.“ Mit ihrem neuen Büro ist das 2006 entstandene Unternehmen, das von der Life Science Stiftung getragen wird, sehr zufrieden. „Als Standort eines Biotechnologie-Clusters ist diese Region für uns perfekt. Mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg sind wir zudem eine Partnerschaft eingegangen. Wir sind hier also vielen unserer Kunden ganz nah“, zieht Szabowski ein erstes positives Fazit.


  • Minol

Die Unternehmensgruppe Minol, einer der international führenden Energiedienstleister für die Immobilienwirtschaft, hat im Gewerbegebiet Eastsite, Harrlachweg 2, ein komplettes Bürogebäude mit einer Fläche von 3.766 Quadratmetern gekauft. Bisher war die Mannheimer Minol-Niederlassung in Räumlichkeiten in Mannheim-Käfertal untergebracht. Auch die Schwestergesellschaft Zenner International, Hersteller von Messtechnik für globale Märkte, zieht in die Eastsite. Gemeinsam haben seit dem Umzug im Frühjahr rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem prosperierenden Areal eine neue Heimat gefunden. Grund für die Investition war der attraktivere Standort in der Eastsite sowie die verkehrsgünstige Lage.

  • Omron

Auch die Omron Medizintechnik Handelsgesellschaft, ein Tochterunternehmen des japanischen Konzerns Omron Healthcare, zeigt weiter am Standort Mannheim Flagge. Im September 2013 werden die rund 20 Beschäftigten von der John-Deere-Straße in die Gottlieb-Daimler-Straße 10 umsiedeln. Dort hat das Unternehmen 584 Quadratmeter Bürofläche angemietet. Als Vermittler war der Immobilienmakler Engel & Völkers Commmercial Rhein-Neckar in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung tätig, die sich besonders aktiv für die Förderung von Medizintechnologie-Unternehmen einsetzt.

  • Westinghouse Electric Germany

Nachdem die Westinghouse Electric Germany GmbH an ihrem langjährigen Standort in der Dudenstraße 44 nicht bleiben konnte, unterschrieb Westinghouse im Mai einen Mietvertrag über neue Büroräume in der Dudenstraße 6-10. In dem Gebäude war zuvor das Bibliographische Institut ansässig gewesen. Rund 500 Arbeitsplätze konnten so mit Unterstützung der Stadt in Mannheim gesichert werden.

„Wir freuen uns, dass wir Westinghouse bei der Suche nach geeigneten Firmenräumen erfolgreich unterstützen und auf diese Weise am Standort Mannheim halten konnten“, so Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch. Auch Geschäftsführer Norbert Haspel ist sehr zufrieden, in unmittelbarer Nähe zum alten Standort ein neues und repräsentatives Zuhause gefunden zu haben und weiterhin die verkehrsgünstige Lage zu Kunden in Süddeutschland und in der Schweiz nutzen zu können. Auch die kurze Entfernung zu den Universitätsstädten Karlsruhe und Stuttgart, die einen kerntechnischen Lehrstuhl unterhalten, ist für das 1886 gegründete Unternehmen, das auf Anlagen- und Sicherheitsleittechnik in Kernkraftwerken spezialisiert ist, von großer Bedeutung.

  • Formgeber

Für die kreativen Mitarbeiter des Ateliers Formgeber war bei der Wahl der neuen Adresse vor allem die Nähe zur Stadt ausschlaggebend, die der wichtigste Grund für den Umzug war. Im April bezogen die fünf Grafiker aus Eppelheim ehemalige Produktions- und Lagerflächen des Dessousherstellers Felina in der Melchiorstraße, die dieser nicht mehr benötigt. Eine besondere Stärke des Ateliers sind Illustrationen, beispielweise für Spielkarten oder PC-Spiele. Aber auch für die MVV Energie, den Süßwarenhersteller Ferrero und das Bibliographische Institut war Formgeber bereits tätig.