C-HUB - Kreativwirtschaftszentrum Jungbusch

Auf der von der direkt gegenüber in der Hafenstraße ansässigen Galerie „Stoffwechsel“ für die Idee erschlossenen und dann vom vom Mannheimer Street-Art-Künstler „Gonz“ bemalten Wand des Durferrit-Gebäudes am Quartiersplatz im Jungbusch war ein Mensch zu sehen, der in die Weite blickt. Damit steht das in kürzester Zeit zu einem kleinen Wahrzeichen gewordene Kunstwerk für die bisherige und zukünftige Entwicklung des Jungbuschs, die jetzt in eine neue Phase eintritt. Der Abriss des Durferrit-Gebäudes und des benachbarten ehemaligen Yamam-Gebäudes, dessen Fassaden erhalten werden, leitet nicht nur die bauliche Entwicklung ein. Sondern vor allem auch die inhaltliche Entwicklung Mannheims im Allgemeinen und des Jungbuschs im Speziellen. Wo einst gehandelt und produziert wurde, wird auch in Zukunft gehandelt und produziert – nur mit anderen Waren und Inhalten.

Schritt für Schritt in die Zukunft – der Jungbusch entwickelt sich ständig weiter

Das Kreativwirtschaftszentrum C-HUB mitsamt dem angrenzenden Galeriegebäude trägt einer ganzen Reihe von gesamtstädtischen Entwicklungen Rechnung. Die Ausdifferenzierung und zunehmende Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft nicht nur in Mannheim hat insbesondere den Jungbusch schon im vergangenen Jahrzehnt maßgeblich mit geprägt. Die Ansiedlung des Musikparks und der Popakademie Baden-Württemberg, aber auch die Entwicklung des gesamten Stadtteils zum kulturellen Motor der Stadt sind eng miteinander verwoben. Die Turnhalle-plus-x, die mannigfaltigen Stadtteilaktivitäten – allen voran der Nachtwandel – aber auch die Ansiedlung von Galerien, Gastronomie und Unternehmen sind Ausdruck einer Dynamik, die sich gegenseitig bedingt.

C-HUB

So sollen im neuen Kreativwirtschaftszentrum in erster Linie neue Arbeitsräume (und vor allem –plätze) für Kreative aus allen Teilbranchen des Wirtschaftszweigs entstehen. Darüber hinaus wird mit dem Yaman-Gebäude eine Bauruine einer neuen Nutzung zugeführt. Damit wird der Jungbusch auch unter kulturellen Gesichtspunkten nachhaltig aufgewertet. Die weitere Entwicklung am „Eingang“ zur Promenade am Verbindungskanal wird auch dem öffentlichen Raum ein noch offeneres Gepräge verleihen.

Der Jungbusch ist ein Stadtteil des Umbruchs, des Einstiegs, der Veränderung. Und auch der Diskussion. Der architektonische Entwurf von Kreativwirtschaftszentrum und Galerie trägt diesen Diskussionen Rechnung. Ein Durchgang zwischen Zentrum und Galerie soll neuen öffentlichen Raum schaffen und einen weiteren Zugang zum Wasser ermöglichen. Die Konzeption des Kreativwirtschaftszentrums eröffnet Möglichkeiten für Show-Rooms und offene Arbeitsräume, die zur weiteren Belebung des gesamten Stadtteils beitragen werden.