Blue City Mannheim: Elektromobilität und smarte Energieversorgung

Sauberer und leiser soll die Stadt werden, zukunftssichere Arbeitsplätze entstehen: Mit der Konversion der ehemaligen Militärflächen entsteht in Mannheim die Chance, wichtige Zukunftsthemen wie Neue Mobilität, Energieeffizienz oder Smart Grids intensiv aufzugreifen.

Blue City Mannheim: die Studie

Ende vergangenen Jahres formulierte die Energiestudie zum Konversionsprozess erstmals Leitideen für eine integrierte, flächenbezogene Gesamtstrategie. Sie werden unter der Marke „Blue City Mannheim“ zusammengefasst. Die aktuell vorliegende Studie „Blue City Mannheim – Innovative Konzepte für Konversion und Ingenieursmeile“ stellt nun den nächsten konsequenten Handlungsschritt dar. Sie bildet ein konzeptionelles Gerüst, indem sie die Leitideen konkretisiert und zu Projekten verdichtet.  Demnach sollen die Großprojekte „blue_village_franklin“, „Green Logistik“ sowie „Ladeinfrastruktur“ und insgesamt 21 verschiedene Projektideen aus den verschiedensten Bereichen von Mobilität und Energie – ergänzt um eine verstetigte Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung – sukzessive angegangen werden.

„Aus den groben Zielvorstellungen zur Marke "blue_village_mannheim" und den ersten thematischen Visionen für die Konversionsflächen werden konkrete Projektideen für die gesamte Stadt. Mit der Studie ‚Blue City Mannheim‘ legen die beteiligten Akteure ein Maßnahmenbündel vor, das dieser Herausforderung das konzeptionelle Gerüst bietet. Die Mannheimer Unternehmen verfügen über die Kraft und die herausragende Innovationsfähigkeit, den Prozess maßgeblich mitzugestalten. Diese Chance werden wir ergreifen“, erklärt Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch.

Masterplan blue_village_franklin

Eines der Projekte, das unmittelbar in den Startlöchern steht, ist der Masterplan blue_village_franklin. „Ein hochspannendes Projekt, das nach großen Zielen strebt“, bewertet Grötsch. Mannheim will Franklin zu einem Modellquartier für Energieeffizienz, Smart Grids und vor allem auch Elektromobilität machen. Es ist als Musterprojekt eines iterativen, ganzheitlichen Planungsansatzes anerkannt und soll maßgeblich zum Erfolg der Idee einer Ingenieursmeile entlang der B38 beitragen. Ein umfangreicher Anforderungskatalog wurde bereits erarbeitet, die Vergabe an ein Fachplanungsbüro erfolgt zeitnah.

Masterplan Ladeinfrastruktur

Beim „Masterplan Ladeinfrastruktur“ steht ein Konzept für die Versorgung der gesamten Stadt mit integrierten Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge aller Art im Mittelpunkt.

Green Logistic Park

Im Rahmen eines Green Logistic Park sollen durch die Umladung von Waren auf kleinere mit alternativen Antriebstechnologien betriebene Lkw die starke Verkehrsbelastung und hohen Umweltbelastungen in der Stadt reduziert werden.

Enger Dialog mit Experten

Die Ergebnisse, die jetzt vorliegen, sind aus einem engen Dialog mit Fachleuten aus Hochschulen, Kammern und Verwaltung sowie Unternehmen aus den Kompetenzfeldbereichen Energie, Antriebstechnologie und Automotive entstanden.


„Die Themenfelder Energieeffizienz und Elektromobilität sind sowohl im Hochschul- als auch im Unternehmensbereich stark und mit hohem Innovationspotenzial ausgeprägt. Diese Fachkompetenz wollen wir nutzen und gemeinsam sogenannte „living labs“ oder „showrooms“ für innovative Mobilitäts- und Quartierskonzepte aufbauen“, so Christiane Ram, Leiterin des Fachbereichs für Wirtschafts- und Strukturförderung.

Der Fachbereich Wirtschafts- und Strukturförderung als Organisator und Treiber der AG Ingenieursmeile, in der sich Firmen wie ABB, Bombardier, MVV, MWM  und RNV engagieren, hat das Büro MVV Enamic Regioplan, das bereits die Ausgangsstudie „blue_village_mannheim“ erstellt hat, beauftragt, entsprechende Vorschläge zu erarbeiten.