Manet. Die Ankaufsgeschichte

„Die Erschießung Kaiser Maximilians“ (1868-69) von Edouard Manet (1832–1883) bildet das Herzstück der Mannheimer Sammlung. Angekauft wurde das zweieinhalb auf drei Meter große Historiengemälde bereits 1910 unter Fritz Wichert mit Hilfe der finanziellen Unterstützung von neun Mannheimer Bürger*innen. Der Gründungsdirektor der Kunsthalle Mannheim verfolgte ambitionierte Visionen für das Museum und seine Sammlung. Allen Anfeindungen zum Trotz setzte er von Anfang an auf französische Kunst. Den Auftakt und gleichzeitig Höhepunkt seiner Ankäufe stellt Manets „Erschießung Kaiser Maximilians“ dar. Der Kauf entfachte damals heftigen Streit und Wichert wurde vor allem von Kritikern aus nationalistischen Kreisen angefeindet.

Kuratorin: Dr. Inge Herold

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