Städtisches Leihamt

Seit seiner denkmalgerechten Sanierung 1990 beherbergt das 1900-1901 nach Entwürfen der Mannheimer Architekten Philipp Jelmoli (1847-1909) und Karl Blatt (1849-1905) im italienischen Renaissancestil errichtete Eckgebäude das Städtische Leihamt. Bereits 1809 als Einrichtung „zur Steuerung des Wuchers und zum Besten der bedürftigen Volksklasse“ gegründet, hat das Leihamt zunächst im Kaufhaus auf dem Quadrat N 1 seinen Sitz. Als „Bank des kleinen Mannes“ gewährt es seither unter der Maxime „sozial handeln – wirtschaftlich denken“ durch Faustpfand gesicherte Darlehen zur Überwindung finanzieller Engpässe. Das größte deutsche kommunale Leihamt ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt. Überschüsse der monatlichen Versteigerungen werden gemeinnützigen Zwecken zugeführt. Nach wechselnden Domizilen hat das Leihamt in dem mit einer repräsentativen Schalterhalle und massivem Tresor im Keller ausgestatteten ehemaligen Bankgebäude der Süddeutschen Bank großzügige Geschäftsräume gefunden.
 

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