Klimagutachten "Mannheim 21"

Im Stadtteil Lindenhof befindet sich das Stadtentwicklungsprojekt „Mannheim 21“ inmitten der Realisierungsphase. Ziel war und ist es, das ca. 25 ha große Gebiet auf der Bahnhofssüdseite zu einem neuen, attraktiven Stadtquartier mit Nutzungsmischung zu entwickeln (Dienstleistungseinrichtungen, Büros, kulturelle Einrichtungen und Wohnungen).

Mit der umfangreichen Neuordnung der öffentlichen und privaten Flächen sowie der Strukturierung der künftigen Bauflächen wurde dabei schnell klar, dass sich die lokalen stadtklimatischen Umgebungsbedingungen verändern und eventuell verschlechtern könnten. Im Gegenzug bestand und besteht im Bereich des Hanns-Glückstein-Platzes die Möglichkeit, einer Aufwertung der klimaökologischen Situation.

Mittels eines klimaökologischen Fachgutachtens sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  • Welche Intensität erreicht die städtische Überwärmung/Wärmeinsel im Planungsgebiet?
  • Welche klimaökologischen Veränderungen ergeben sich durch eine potenzielle Neubebauung bzw. durch Flächenumwidmungen?
  • Wie ist ggf. die thermische Zusatzbelastung zu bewerten?
  • Wie werden durch die bestehende bzw. durch die geplante Neubebauung die lokalen Luftaustauschbedingungen verändert?
  • Wie ist die Barrierewirkung der geplanten Bebauung auf das Planungsumfeld zu bewerten?
  • Welche Ausgleichsmaßnahmen können vor Ort klimatische Zusatzbelastungen auffangen bzw. mindern?
  • Wie ist die „klimatische Ausgleichsleistung/Erholungsfunktion“ des Hanns-Glückstein-Platzes im Ist- und Plan-Zustand zu bewerten (Pocket Park)?

Für die Untersuchung sowie für die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in planungsbezogene Bewertungen und Empfehlungen wurden folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Analyse und Bewertung der ortsspezifischen klimaökologischen Funktionsabläufe auf Grundlage vorhandener Klimadaten.
  • Bestimmung der zu erwartenden klimatischen und lufthygienischen Veränderungen im Planungsgebiet und in dessen Umfeld bei potenziellen baulichen Veränderungen mit Hilfe mikroskaliger Modellrechnungen.
  • Beurteilung des vorgelegten Planungskonzepts und Empfehlung von Maßnahmen zur Sicherung günstiger klimatischer Umgebungsbedingungen.

PS:

Durch die Verlegung der Südtangente und durch Straßenbaumaßnahmen im Umfeld des Hanns-Glückstein-Platzes wurden  – im Rahmen der Untersuchungen – auch lufthygienische Betrachtungen vorgenommen und zwar hinsichtlich der besonders relevanten Luftschadstoffkomponenten Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub (PM10).

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