Klimagutachten „Alter Meßplatz“

Die klimaökologische Situation an der Schnittstelle zwischen der Neckarstadt-West und Ost wird im Wesentlichen durch die direkte Lage am „Strömungskorridor Neckar“ (= Grünzug-Ost) geprägt, der – aufgrund seiner gleichzeitig temperatursenkenden Wirkung – die Innenstadt- von der Neckarstadt-Wärmeinsel trennt.

Der Alte Meßplatz erbringt, trotz seiner Größe, aber aufgrund seiner hohen Versiegelung, demgegenüber hauptsächlich passive klimaökologische Leistungen. Dies äußert sich darin, dass dort aufgrund seiner Dimension sowohl überregionale als auch regionale und lokale Luftströmungen bodennah durchgreifen können und in der angrenzenden Bebauung eine Intensivierung der Ventilation bewirken. Besondere Bedeutung kommt hierbei den südöstlichen bis südwestlichen Luftströmungen zu, da diese sowohl bioklimatisch als auch lufthygienisch entlastend wirken.

Im Zuge der städtebaulichen Aufwertung der Kurpfalzachse zwischen Schloss und Altem Meßplatz war zum Stadtjubiläum 2007 eine Neugestaltung und Aufwertung des Alten Meßplatzes vorgesehen.

Um genauere Kenntnisse über die Auswirkungen der modifizierten Bebauungsstruktur im Bereich des Alten Meßplatzes zu erlangen, wurden mittels Gutachten folgende Aspekte untersucht:

  • Beschreibung der klimaökologischen Funktionsabläufe im Planungsgebiet und dessen Umfeld auf Grundlage vorhandener Klimadaten.
  • Numerische Modellrechnungen zur Simulation des Einflusses geplanter Baukörper auf die ortsspezifische klimatische Situation.
  • Zusammenfassung, Bewertung und Planungsempfehlungen.

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