Wirtschaft

„Wir knüpfen an unsere große Tradition als Stadt der Innovationen an. Deshalb befördern wir die Verbindung von Wirtschaft und Forschung, Clustern und Gründerlandschaften, urbaner Profilierung und Marketing. Mannheim und die Region können und müssen sich profilieren als die Gründerstadt und -region und als Ort neuer Möglichkeiten.“

Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz in seiner Neujahrsrede 2016


20.000 Arbeitsplätze mehr und ein überdurchschnittlicher Anstieg der Beschäftigung wie der Zahl der Unternehmen

Arbeitsplätze steigern, in Zukunftsfelder investieren: Diesen Ansatz verfolgt Mannheim in Sachen Wirtschaft. Es gibt international agierende Konzerne vor Ort sowie in der Region und Mannheim ist als Wirtschaftsstandort sehr gut aufgestellt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ist in den letzten zehn Jahren um weit über 20.000 gewachsen. Zum Vergleich: Die Entwicklung der Beschäftigung ist in Deutschland im Zeitraum von 2005 bis 2016 um 18,7 Prozent, in Baden-Württemberg um rund 20 Prozent und im gleichen Zeitraum um 23,4 Prozent in Mannheim angestiegen.

Zugleich ist die  Zahl Mannheimer Unternehmen von 6800 im Jahr 2006 auf über 8000 im Jahr 2017 gestiegen.

Mannheim – Startup-City: Stadt der Gründerinnen und Gründer

Neben der Bestandspflege der großen Firmen kümmert sich die Stadtverwaltung seit Jahren um Start-ups. Seit 2009 verfolgt die Stadt eine wirtschaftspolitische Strategie, deren Ziel es ist, die Zahl der Unternehmen sowie der qualifizierten Arbeitsplätze zu steigern. Dazu wurde die städtische Wirtschaftsförderung aufgestockt und neu organisiert.

Nach Analyse der Stärken des Standorts legte man strategische Wirtschaftsbereiche, sogenannte Cluster, fest, die in Mannheim verstärkt ausgebaut werden sollen. Dazu zählen die Medizintechnologie, Smart Production (Industrie 4.0) und die Kreativwirtschaft.

Unter dem Stichwort „Mannheimer Modell“  wurde die Musik- und Kreativwirtschaft vorangetrieben. In Zusammenspiel mit der Popakademie Baden-Württemberg, dem Gründungszentrum Musikpark, der 2010 geschaffenen Stelle der Beauftragten für Musik- und Popkultur und dem Clustermanagement Musikwirtschaft ist eines der wichtigsten Kompetenznetzwerke entstanden. Seit 2014 trägt Mannheim den Titel UNESCO City of Music, wodurch die Stadt ihre musikalischen Aktivitäten in einem internationalen Netzwerk präsentieren kann.

Bild 3: Dietrich Bechtel

Im Netzwerk Smart Production haben sich auf Initiative der Stadt Mannheim mittlerweile über 40 große Konzerne, Mittelständler, Hochschulen und Start-ups zusammengeschlossen, um gezielt Projekte zu entwickeln. Ebenfalls im Zuge der wirtschaftspolitischen Strategie wurden die Gründungzentren 2016 unter der Dachgesellschaft mg:gmbh gebündelt. Diese ist die größte Einrichtung zur Förderung von Existenzgründungen und Start-ups in Baden-Württemberg.

Bild 3: Thomas Tröster

Das Cluster Medizintechnologie entwickelt sich so dynamisch, dass ein eigener Mannheim Medical Technology Campus in Nachbarschaft des Universitätsklinikums bereits im Bau ist.

Aktuell gibt es acht Gründungs- und Kompetenzzentren sowie das Clustermanagement Musikwirtschaft. Große Investitionen in Infrastruktur sowie aktive Bautätigkeiten prägten die vergangenen Jahre. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die repräsentativen Bauten des MAFINEX-Technologiezentrums, das Kreativwirtschaftszentrum C-HUB oder auch jüngst der Bau des Business Development Centers Medizintechnologie.

Männer und Frauen gleichstellen – auch im Beruf

Mannheim fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen, sei es im Gründerinnenzentrum gig7 oder in der Kontaktstelle Frau und Beruf. Diese ist eine von zwölf Kontaktstellen im Rahmen eines Landesprogramms. Aufgaben sind die persönliche berufliche Beratung von Frauen, Gremienarbeit sowie die Durchführung von Veranstaltungen und Projekten, um die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben zu fördern. Beispielsweise wurden 2016 knapp 400 Beratungen durchgeführt. Die Beschäftigungsquote von Frauen ist in Mannheim von rund 45 Prozent im Jahr 2007 auf aktuell rund 52 Prozent angestiegen.