Soziales und Wohnen

„Soziales Kapital, das ist die Bereitschaft zum Engagement, Hilfsbereitschaft und vor allem Vertrauen. Ohne dieses soziale Kapital gibt es keine Heimat. Dieses soziale Kapital entsteht nicht von allein. Es wächst nicht automatisch. Auf dieses soziale Kapital zahlen wir ein oder wir buchen von ihm ab.“

Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz in seiner Neujahrsrede 2014


Bestmögliche Unterstützung für Arbeitssuchende vor Ort, soziales Miteinander und gerechte Wohnraumverteilung prägen die Sozialpolitik der vergangenen Jahre.


Starke städtische Wohnbaugesellschaft – guter und günstiger Wohnraum!

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GBG ist mit rund 19.200 Wohnungen die größte kommunale Wohnungsbaugesellschaft in Baden-Württemberg. Sie stellt damit für etwa 15 Prozent der Mannheimer Bürger Wohnraum zur Verfügung. Von den Wohnungen werden 94 Prozent zu einem Quadratmeterpreis von unter 7,05 Euro vermietet. Das macht die GBG zu einem Garanten für bezahlbaren Wohnraum in Mannheim.

12-Punkte-Programm für Wohnungsbau

Mannheim erwartet entgegen der bisherigen Prognosen ein starkes Bevölkerungswachstum in den nächsten Jahren (bis 2036 ein Anstieg um 8,09 Prozent beziehungsweise 25.299 Personen). Auch um zukünftig ausreichend und bezahlbaren Wohnraum zu haben und zu fördern, beschloss im Juli 2017 der Gemeinderat das 12-Punkte-Programm für Wohnungsbau, unter anderem mithilfe einer Sozialquote, die die Quadratmeterpreise ab einer bestimmten Immobiliengröße auf 7,50 Euro deckelt. Städtische Flächen, allen voran die Konversionsflächen, sollen ein gemischtes Wohnungsangebot bereithalten. Quoten für preisgünstigen Wohnraum wurden bereits in der Vergangenheit für Benjamin Franklin Mitte festgelegt. Nach dem 12-Punkte-Programm hat die GBG eine treibende Rolle bei der Stadtentwicklung.

Mannheim hat die geringste Jugendarbeitslosigkeit bundesweit!

Mit einer Jugendarbeitslosigkeit von unter einem Prozent ist Mannheim bundesweit an der Spitze. Für arbeitsfähige Antragssteller unter 25 Jahren gibt es vom Jobcenter „Junges Mannheim“ mit „Jump Plus“ ein Angebot, bei dem es darum geht, gleich zu Beginn der Erwerbslosigkeit in Kooperation mit ortsansässigen Beschäftigungsträgern Praktikumsplätze zu vermitteln. Dabei können wichtige Kompetenzen und Kontakte für einen Einstieg in den Arbeitsmarkt gesammelt werden.

Bild 1: Mannheimer Ausstellungs GmbH

Passgenaue Beratung im Jobcenter

Seit 2011 gibt es das Jobcenter, wo Bund und Kommune auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Auf Stadtteile und besondere Personengruppen zugeschnitten, wird hier die Integration in den Arbeitsmarkt gefördert. Wie kaum eine andere Stadt hat Mannheim dieses Instrument differenziert („Junges Mannheim“) genutzt und sich für den Erhalt durch eine Grundgesetz-Änderung eingesetzt.

60 Millionen Euro für den Stadtteil Schönau!

Unterstützt durch das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ konnte in den vergangenen Jahren in die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter Stadtteile investiert werden. Besonders zu nennen sind die Maßnahmen in Schönau-Mitte. Diese wurden mit Städtebauförderungsmitteln des Bundes und des Landes in Höhe von rund 12 Millionen Euro bezuschusst. Gemeinsam mit den Eigenmitteln der GBG und Mitteln der Stadt Mannheim wurde damit insgesamt ein Betrag von über 60 Millionen Euro für die Aufwertung des Stadtteils Schönau aufgewendet.

Lokale Strategien finden durch Quartiermanagement

In Mannheim wird der Ansatz, eine nachhaltige Entwicklung der einzelnen Stadtviertel beziehungsweise Quartiere zu fördern, seit Jahren verfolgt. Das bereits 1999 eingerichtete – zunächst zeitlich befristete – Projekt Quartiermanagement wurde mit der Gründung des Mannheimer Quartiermanagement e.V. (MaQua) im Jahr 2011 weiterentwickelt und verstetigt. Das Quartiermanagement wird als gemeinschaftliche Aufgabe von freier und öffentlicher Wohlfahrtspflege verstanden. Es geht dabei darum, Quartiere zu stärken und in den Stadtteilen nach Lösungen für soziale Problemlagen zu suchen. Neben der Neckarstadt-West, der Unterstadt und dem Jungbusch, gibt es im Herzogenried und auf der Hochstätt ein Quartiermanagement.