Deponie Friesenheimer Insel

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    Abfallwirtschaft Mannheim
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    Die Fotovoltaikanlage auf der stillgelegten Altdeponie erzeugt Strom für das das öffentliche Netz.

    Rund 350 Einfamilienhäuser können rechnerisch im Jahr damit versorgt werden.

    Rund 710 Tonnen CO2 werden mit der Fotovoltaikanlage  jährlich vermieden.

Die Unterhaltung und der Betrieb der Deponie Friesenheimer Insel erfolgt durch die ABG Abfallbeseitigungsgesellschaft mbH. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Mannheim ist Inhaber der Deponie, übt die genehmigungsrechtliche Betreuung aus und erhebt die privatrechtlichen Entgelte.

Auf der Deponie Friesenheimer Insel werden Inertstoffe wie Bauschutt, Straßenaufbruch, Bodenaushub, Gießereialtsande und andere mineralische Abfälle abgelagert. Sie liegt im Nordosten der Friesenheimer Insel, die im Westen vom Rhein und auf der anderen Seite von einer Altrheinschlinge begrenzt wird. Im Süden mündet der Neckar in den Rhein.

Die Gesamt-Deponie erstreckt sich auf eine Länge von etwa 1,5 Kilometer und Breite von etwa 300 bis 400 Meter. Die Deponie setzt sich entsprechend der zeitlichen Entwicklung aus insgesamt drei Abschnitten und einer Reservefläche zusammen. Davon sind zwei Abschnitte (Urdeponie und Altdeponie) bereits verfüllt.

Die sogenannte Urdeponie hat eine Fläche von circa 16,5 Hektar und liegt am nordwestlichen Rand des Deponiegeländes. Sie wurde bis 1975 betrieben. Die Urdeponie ist überwiegend rekultiviert und mit dichter Vegetation bedeckt. Auf dem Gelände der Urdeponie befinden sich eine Anlage zur Aufbereitung von Schlacke aus der Müllverbrennungsanlage und ein Ausfalllager für die Müllverbrennungsanlage.

Die Altdeponie wurde 1975 in Betrieb genommen. Sie umfasst eine Fläche von circa 14 Hektar. Seit 2009 ist die Altdeponie stillgelegt. In der Zeit von 2006 bis 2017 wurde eine Oberflächenabdichtung aufgebracht. Der höchste Punkt der Altdeponie liegt bei circa 156 Meter NN und befindet sich damit circa 50 Meter über dem Umgebungsgelände. An der Südböschung der Altdeponie wurde im Jahr 2010 eine Solaranlage mit einer Leistung von 1,1 MWp errichtet.

Die Erweiterung IV wurde als aktuell betriebener Deponieabschnitt 1993 in Betrieb genommen. Sie ist als Deponie der Klasse II gemäß Deponieverordnung ausgebaut und hat eine Flächengröße von circa 12 Hektar. Davon sind circa 3 Hektar noch nicht als Deponie ausgebaut (Reservefläche).

Im Eingangsbereich der Deponie befinden sich eine Fahrzeugwaage mit zwei Wiegetischen, eine Reifenwaschanlage für den Anlieferungsverkehr und ein Zwischenlager für Straßenkehricht. Außerdem wird dort eine Recyclinganlage für Bauschutt betrieben.