Unbegleitete minderjährige Ausländer

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    Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt
    UMA-Team der Sozialen Dienste
    Friedrich-Karl-Straße 12
    68165 Mannheim                       

    Telefon 0621 293-6640

     

    Bildnachweis (v.l.): DRK, DRK, G. Heckmann

Unter den Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, sind viele noch nicht volljährig und ohne Begleitung von Eltern oder Familienangehörigen – sogenannte unbegleitete Minderjährige.

Die Jugendlichen sind meist zwischen 14 und 17 Jahren alt. Sie sind auf der Flucht von ihrer Familie getrennt oder von ihren Eltern alleine auf die Reise geschickt worden.

Um den Schutz dieser jungen Menschen sicherzustellen, sind Jugendämter verpflichtet, unbegleitete minderjährige Ausländer unterzubringen, zu versorgen und zu betreuen. Dies umfasst ihre Inobhutnahme, die Bestellung eines Vormunds und die Sicherstellung von pädagogischen Angeboten.

Seit dem 1. November 2015, nach Inkrafttreten des "Gesetzes zur Verbesserung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher", werden auch die unbegleiteten Minderjährigen – so wie alle anderen Flüchtlinge auch – nach einer festen Quote innerhalb des Bundesgebietes verteilt. Vor dem 1. November 2015 galt: Dort, wo ein Jugendlicher erstmals einem Jugendamt bekannt wurde, betreut ihn auch die Jugendhilfe dauerhaft.

Für Baden-Württemberg liegt diese Aufnahmequote derzeit bei 12,9 Prozent. Dem Jugendamt der Stadt Mannheim werden rund 2,8 Prozent dieser Zielgruppe innerhalb Baden-Württemberg zugewiesen. Dauerhaft werden ca. 125 (Stand: August 2019) unbegleitete Minderjährige in der Obhut des hiesigen Jugendamtes verbleiben. Sie sind zum Großteil in Jugendhilfeeinrichtungen (= Heimen) untergebracht. Diese bieten den Jugendlichen ein pädagogisches und ggf. ein therapeutisches sowie Schul-, Bildungs- und  Freizeitangebote.  Einige der jungen Flüchtlinge fanden eine Aufnahme in einer Gastfamilie.

Unbegleitete minderjährige Ausländer, die aufgrund der Quotenregelung nicht in der Stadt bleiben, werden in Mannheim nur vorläufig durch das Jugendamt Inobhut genommen. Sie leben dann vorübergehend in einer Notaufnahmeeinrichtung der Jugendhilfe und werden dem Jugendamt einer anderen Kommune übergeben.

Gastfamilien
Gastfamilien können Jugendlichen, die alleine in Mannheim ankommen, eine Chance bieten, hier ein Zuhause und Freunde zu finden, Deutsch zu lernen sowie Bildung und Hilfe zu erhalten.

Wenn Sie Verantwortung auf Zeit übernehmen wollen, Freude im Umgang mit jungen Menschen haben, offen sind für andere Kulturen, Verständnis für Menschen mit einer besonderen Migrationsbiografie und daraus ggf. resultierenden Belastungen aufbringen, sowie Platz in Ihrem Zuhause haben, dann melden Sie sich bei uns.

Der Pflegekinderdienst des Jugendamtes informiert Sie über Aufnahmevoraussetzungen und das Aufnahmeverfahren sowie fachliches Unterstützungsangebot für Gastfamilien.

Gerne beantworten wir auch weitere Fragen. Kontaktaufnahme per Mail: pflegekinderdienst@mannheim.de; Tel.: 0621/293-6260 oder 0621/293-6264