Sicherheit & Ordnung - 02.08.2014

Zugkollision im Hauptbahnhof Mannheim

Heute Abend kollidierte bei der Einfahrt in den Mannheimer Hauptbahnhof um 20.51 Uhr ein Güterzug mit einem Personenzug. Der Notruf ging um 20.54 bei der Feuerwehrleitstell Mannheim ein. Die ersten Einsatzkräfte der Feuerwachen Mitte, Nord und Süd trafen vier Minuten nach Allarmierung an der der Einsatzstelle ein. Weitere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr waren an der Einsatzstelle und in Bereitstellung auf den Feuerwachen.

An der Unfallstelle bot sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte folgendes Bild: Der 2. und 3. Personenwagen eines Eurocity von Graz nach Saarbrücken lagen auf der Seite. Die Lok des Güterzugs war in Schräglage sowie ein Wagon mit zwei Containern umgekippt. Ein weiterer Wagon mit einem ätzend wirkenden Stoff blieb unbeschädigt.

Beim Eintreffen der Feuerwehr und der Rettungsdienste befanden sich die Mehrheit der Passagiere noch in den Personenwagons. Die Zugtüren wurden zum Teil mit hydraulischen Werkzeugen geöffnet und die Fahrgäste aus dem Zug verbracht und dem Rettungsdienst übergeben. Hierzu wurde der am Hauptbahnhof Mannheim stationierte Rettungszug eingesetzt. In der Nähe der Unfallstelle wurde ein Sammel- und Sichtungsplatz eingerichtet. Nach jetzigem Stand wurden von 110 betroffenen Passagieren 14 verletzt, davon vier schwer, die in die Kliniken eingeliefert wurden. Nach 118 Minuten waren alle Personen evakuiert und rettungsdienstlich versorgt. Die Lage konnte damit sehr schnell in den Griff gebracht werden. Im Einsatz waren 80 Kräfte der Feuerwehr und 120 Rettungsdienstkräfte sowie 30 Polizisten. Der Erste Bürgermeister Christian Specht, der Landesbranddirektor Hermann Schröder, der Bezirksbrandmeister Jürgen Link waren vor Ort. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz ließ sich permanent über die Situation informieren. Der Kommandant Thomas Schmitt stand der Presse für Informationen zur Verfügung.

Der Bereich des Unfalls ist momentan abgesperrt. Aktuell ist der Bahnhof für den Zugbetrieb geschlossen. Momentan wird an einem Notbetriebskonzept gearbeitet. Es ist davon auszugehen, dass die Gleise 5 bis 10 in Kürze wieder frei gegeben werden können. Die Gleise 1 bis 4 werden voraussichtlich mindestens noch über das Wochenende gesperrt bleiben.

Kontakt: Zentrale Pressestelle der Deutschen Bahn AG – Telefon: 030 297 61030

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