09.09.2012

Stadt verurteilt Gewaltausbruch bei kurdischem Kulturfest

Am Rande eines kurdischen Kulturfestivals auf dem Maimarktgelände in Mannheim ist es am Samstag zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und der Polizei gekommen. Dabei wurden über 30 Polizeibeamte verletzt, zwei davon schwer. Dazu erklärt Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz: "Es ist für mich empörend, dass Randalierer ein ansonsten friedliches Kulturfest zu derartigen Ausschreitungen nutzen. Meine Gedanken sind bei den verletzten Polizisten. Ich wünsche ihnen eine baldige und vollständige Genesung.“

Das ‚Kurdische Kultur-Festival’ fand bereits zum 20. Mal statt – bisher meist in Nordrhein-Westfalen. In diesem Jahr wurde das Fest erstmals in Baden-Württemberg veranstaltet. Laut des Dachverbands kurdischer Vereine in Deutschland (YEK-KOM), der das Festival organisiert, waren die bisherigen Veranstaltungen friedlich abgelaufen. „Das Festival bringt die Forderung der Kurdinnen und Kurden nach einem friedlichen Zusammenleben aller Menschen mit ihren verschiedenen Kulturen, Sprachen und Traditionen zum Ausdruck“, hatte der Veranstalter im Vorfeld verlautbaren lassen.

Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz: „Vor dem kurdischen Kulturfestival haben sich Stadt Mannheim, Polizei und die Veranstalter intensiv über Sicherheitsfragen ausgetauscht. Dabei lagen keine Erkenntnisse vor, die ein Verbot der Veranstaltung gerechtfertigt hätten. Alle Beteiligten sind im Vorfeld von einer friedlichen Veranstaltung ausgegangen.“

An dem kurdischen Kulturfest hatten über 38.000 Menschen teilgenommen, die überwiegend aus ganz Deutschland und den angrenzenden Ländern anreisten. Bei dem Fest traten auf dem Maimarktgelände zahlreiche Musiker auf, es gab Tänze und kurdische Folklore. Die Veranstaltung verlief am Samstag bis gegen 15.30 Uhr friedlich. Dann hatten meist jugendliche Randalierer damit begonnen, Steine und Flaschen auf Polizeibeamte zu werfen. Die Polizei zog sich zunächst zurück, um die Situation zu entschärfen. Nach Ende der Veranstaltung verlief die Abreise der Teilnehmer ohne weitere Zwischenfälle.

„Mannheim steht für den friedlichen Dialog zwischen unterschiedlichen politischen Positionen und Überzeugungen“, betont Kurz. „Diese Kultur werden wir uns nicht durch angereiste Chaoten und Randalierer zerstören lassen.“

Stadt Mannheim | Peter Liebe | Medienteam (Dezernat des Oberbürgermeisters) | Rathaus E5, 68159 Mannheim | Telefon: 0621 293-2911 | E-Mail: peter.liebe@mannheim.de