Kultur - 14.07.2015

„Port25 – Raum für Gegenwartskunst“ eröffnet am 17. Juli mit "Schönheit des Alltäglichen"

Am Freitag, 17. Juli, um 19 Uhr ist es so weit: Port25 - Raum für Gegenwartskunst am Kreativwirtschaftszentrum C-HUB in der Hafenstraße 25 - 27 öffnet seine Türen. Hierzu laden wir herzlich ein.

Bereits gestern informierten Kulturbürgermeister Michael Grötsch und Kulturamtsleiterin Sabine Schirra über die neue Galerie im Jungbusch. Stefanie Kleinsorge, Leiterin von Port25, führte gemeinsam mit den Künstlern Max Kosoric und Ulrich Sayin Westner durch die erste Gruppenausstellung „Schönheit des Alltäglichen“.

„Schönheit des Alltäglichen“ ist Eröffnungsausstellung

Passend zum Start des Ausstellungsraums und des benachbarten Kreativwirtschaftszentrums beschäftigen sich die künstlerischen Positionen mit Schnittstellen zwischen Kunst und Design. Im Zentrum der Ausstellung steht ein Kunst-Öko-Design-Urbanitäts-Projekt der Alfred Packer Company, die in den Konversionsgebieten in Mannheim entstanden ist und hier zugleich Kunst-, Wirtschafts- und Lebensraum entwickelt. Das Unternehmen wurde von Philipp Morlock und Ulrich Sayin Westner als gewerblich geführter Kunst- und Kulturbetrieb gegründet und entwickelt Kunst-, Wirtschafts- und Lebensraum zugleich. Des Weiteren werden Arbeiten von Max Kosoric, Florian Slotawa, Ulrich Strothjohann zu sehen sein. Sie nutzen Strategien des Umwidmens, Dekonstruierens und Neubestimmens und ermöglichen so einen anderen, neuen Blick auf die Dinge, die uns täglich umgeben.

Die Gruppenausstellung wird bis zum 30. August täglich, außer montags, von 12 bis 18 Uhr zu sehen sein.

Engagiertes Projekt

Mit der Eröffnung von Port25 wird ein vor fünf Jahren mit sehr engagierten Schritten auf den Weg gebrachtes Projekt nun in seinen Echtbetrieb starten. Damals war man bereits seit geraumer Zeit intensiv auf der Suche nach adäquaten Präsentationsräumen für Bildende Kunst in Mannheim gewesen. Sowohl von der Künstlerschaft als auch vom Kulturamt war dieser Bedarf artikuliert worden. Mit den Plänen zum Bau eines Kreativwirtschaftszentrums im Jungbusch ergab sich die Chance, dort eine große moderne und flexible Ausstellungsräumlichkeit mit aktueller Ausstellungstechnik anzugliedern. „Mit der Galerie im Kreativwirtschaftszentrum Jungbusch verfolgen wir das Ziel, Bildenden Künstlerinnen und Künstlern aus Mannheim und der Region durch attraktive Rahmenbedingungen angemessene Ausstellungsmöglichkeiten zu eröffnen und ihnen den Einstieg in den Kunstmarkt zu erleichtern“, unterstreicht Bürgermeister Michael Grötsch. Inmitten des kreativen und kulturell lebendigen Stadtteils Jungbusch habe Port25 eine passende „Heimat“ gefunden. Sabine Schirra betont, dass man mit der Galerie eine besondere Konzeption gewählt habe, die bislang einmalig sei. Zur Erarbeitung dieser Konzeption haben Kulturamt und Wirtschaftsförderung, in deren Bereich der Bau des Kreativwirtschaftszentrums fällt, eng zusammengearbeitet. Stefanie Kleinsorge führt privat in Form einer GbR mit zwei Mitarbeiterinnen die Galerie. Ein Vertrag zwischen Kulturamt und Galeriebetreiberin regelt den programmatischen und finanziellen Rahmen des Galeriebetriebs und ist mit einer Förderung verknüpft.

Port25 – Konzeption und Zukunftspläne

„Wir wollen oben zeigen und unten wird gedacht“, bringt Kleinsorge ihre Konzeption auf den Punkt und spielt gleichzeitig auf die Aufteilung der Räumlichkeiten an. Die Ausstellungen finden im „White Cube“ im Obergeschoss des zweistöckigen Gebäudes auf knapp 500 Quadratmetern Fläche Platz. Für die nächsten zwei Jahre plant sie hier insgesamt zwölf Ausstellungen, die jeweils zwei oder mehr künstlerische Positionen präsentieren und zur Diskussion stellen. Dabei werden Künstler aus der Region zusammen mit internationalen künstlerischen Positionen, in einem Mix der Generationen, der künstlerischen Medien ebenso wie der künstlerischen Strategien gezeigt. Bei der Auswahl steht die Qualität der künstlerischen Arbeit an erster Stelle, einen Fokus auf ein spezifisches künstlerisches Medium wird es nicht geben.
In der Empfangsebene im Erdgeschoss bieten ca. 175 Quadratmeter ausreichend Platz als Veranstaltungsraum. Denn zusätzlich zu den Ausstellungen will sie die hiesigen Künstler bei der Professionalisierung unterstützen. Hierzu sind hier Symposien, Mentorenprogramme sowie Hilfe bei der Kontaktaufnahme zu potentiellen Käufern geplant. Ein Shop mit Kunstzeitschriften, Kunstbüchern und Editionen soll den Ort nach außen öffnen.

Bildende Kunst weiterhin beim Kulturamt angesiedelt

Benedikt Stegmayer, der die Stadtgalerie in S 7, die für die Zeit bis zur Fertigstellung des Kreativwirtschaftszentrums eingerichtet wurde, sehr erfolgreich geleitet und mit insgesamt 27 Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert hat, wird dem Kulturamt erhalten bleiben. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit von Benedikt Stegmayer wird die Mitarbeit beim Fotofestival Mannheim_Heidelberg_Ludwigshafen sein. Er ist weiterhin Anlaufstelle für die Mannheimer Künstlerschaft und berät bei Fragen in Sachen Projektfinanzierung, Raumsuche oder Öffentlichkeitsarbeit. Bei künstlerischen Projekten, die vom Kulturamt unterstützt werden, wird er bei der Vergabe der Fördermittel im Rahmen der Kulturförderrichtlinien mitwirken.

Zur Person: Stefanie Kleinsorge

Die Kunsthistorikerin Stefanie Kleinsorge (*1963) leitete bis Februar 2015 den Heidelberger Kunstverein in Vertretung von Susanne Weiß. Zuvor war sie in Elternzeitvertretung Geschäftsführerin des 5. Fotofestivals Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg. Sie arbeitete unter anderem als Kunstvermittlerin am ZKM in Karlsruhe und Museum Frieder Burda in Baden-Baden.

Weitere Informationen: www.port25-mannheim.de

Weitere Informationen zur Eröffnungsausstellung und den teilnehmenden Künstlern finden Sie im pdf anbei. [%attach(3361);Port25_Informationen zur Ausstellung_Schönheit des Alltäglichen.pdf]

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