Kinder, Jugend, Familie - 04.07.2019

Waldhof-Ost: Begegnungscafé offiziell eröffnet

„Café mit Herz“ im Gemeinschaftszentrum eingeweiht / Neues Konzept stellt Familien, Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt

Für das Gemeinschaftszentrum Waldhof-Ost hat der Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt der Stadt Mannheim ein nachhaltiges, wohngebietsbezogenes  Konzept erarbeitet, das sich an den Zielsetzungen und Möglichkeiten der Jugendhilfe orientiert. Mit einem offenen Begegnungscafé, Sprach- und Leseförderung, Beratung im Informationsbüro, Familienbildungs- und Unterstützungsangeboten rücken insbesondere Kinder und ihre Familien stärker in den Fokus des Gemeinschaftszentrums. Träger ist Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Mannheim e.V. der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Heute eröffneten Familienbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb und die AWO-Vorständin Angelika Weinkötz das Begegnungscafé offiziell und stellen die Angebote im Gemeinschaftszentrum vor.

 „Mit der heutigen Eröffnung wird nun offiziell die neue Konzeption für das Gemeinschaftszentrum umgesetzt, das der Jugendhilfeausschuss im März diesen Jahres politisch auf den Weg gebracht hat“, hob Freundlieb hervor und erläuterte noch einmal die Historie bis zu diesem Beschluss: Das von Biotopia getragene Projekt „Perspektiven Waldhof-Ost“ wurde Ende 2017 beendet. „Die Politik erwartete damals von Seiten der Stadtverwaltung ein nachhaltiges Konzept, orientiert an Auftrag, Zielsetzungen und Möglichkeiten der Jugendhilfe, für das umgebende Wohngebiet – auch unter Berücksichtigung der hier in Teilen stattfindenden Überlappung von Milieu- und Bezirksgrenzen. Damit bestand auch Übereinstimmung, dass der Aspekt der Arbeitsförderung in der Verantwortung des Jugendamtes nicht weitergeführt werden konnte“, erläuterte sie.

Die Neukonzeptionierung in der Verantwortung des Fachbereichs Jugendamt und Gesundheitsamt unterliegt somit den Prämissen, dass ein verstärkter Fokus ist auf die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien zu legen ist, ein gemeinwesenorientierter Ansatz auf alle Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers zu richten ist und all dies mit den ebenfalls vernetzt zu gestaltenden Projekten „Mannheim gegen Kinderarmut“, „PERM“, „Kinderfreundliche Kommune“ sowie mit dem Prozess der zunehmenden Regionalisierung zu verknüpfen ist.

Begegnungscafé ist das Herzstück
Herzstück der neuen Konzeption für das Gemeinschaftszentrum ist das Begegnungscafé – das ‚Café mit Herz’. Besonders Familien mit Kindern ab drei Jahren können hier zwanglos und unverbindlich ins Gespräch kommen. Die der AWO bilden das Kernteam des Cafés und werden von der Gemeinwesenarbeit der Stadt Mannheim unterstützt. Das Begegnungscafé soll unter anderem den Zusammenhalt der vielfältigen Bewohnerschaft im Stadtteil fördern: gemeinsame Spielzeiten mit Eltern, Großeltern oder Nachbarn,  Bastel- oder Nähaktivitäten oder gemeinsames Kochen und Backen von und mit jedermann/-frau können hier auch selbst organisiert und gemeinsam vorgenommen werden. Zudem können bei Bedarf in einem separaten Zimmer Einzelgespräche mit Fachkräften der Psychologischen Beratungsstelle, der Sozialen Dienste oder des Gesundheitsamts geführt werden.

„Ich freue mich, dass es die Perspektive auf ein organisch wachsendes Programmprofil gibt und ich bin überzeugt davon, dass dies dem Ziel eines Mehr an Begegnung und sozialen Kontakten der Menschen im Quartier dient. In der Begegnung und dem Austausch im Café können Menschen auch voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen“, hob die Bürgermeisterin hervor.

AWO-Vorständin Angelika Weinkötz betonte: „Welche anderer Name als  „Café mir Herz“ könnte besser zur AWO passen, die das offenen Herz im Logo führt? Wir freuen uns auf eine gelingende Zusammenarbeit, die Voraussetzungen dafür wurden geschaffen. Ich danke allen daran Beteiligten!“

Das Begegnungscafé ist immer dienstags von 10 Uhr bis 13.30 Uhr sowie donnerstags von 13.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Familien, Kinder und Jugendliche stehen im Mittelpunkt
Neben dem Begegnungscafé als Herzstück wird es im Gemeinschaftszentrum Waldhof-Ost auch eine Sprach- und Leseförderung für Kinder und Eltern mit unterschiedlichen Voraussetzungen geben. Als Tausch- und Unterstützungsangebot werden auch gebrauchte Kleidung und Spielsachen für Kinder hier erhältlich sein.

Im Informationsbüro erhalten Bürger, Beratung und Unterstützung in zahlreichen Angelegenheiten. Ob sie Fragen zu einem amtlichen Bescheid, zu Abrechnungen der Energie- und Wasserversorgung haben oder Unterstützung bei einem Antrag benötigen – hier wird ihnen weitergeholfen oder eine passende Ansprechperson vermittelt.

Auch Familienbildung in Form eines Eltern- und Familientreffs und der Übergang zu den Angeboten der Frühen Hilfen im Eltern-Kind-Zentrum „Oberer Ried“ in Waldhof-Ost in die Altersgruppe der über Dreijährigen ist im Gemeinschaftszentrum angedockt.

Familien, Kinder und Jugendliche im Stadtteil stehen im Gemeinschaftszentrum Waldhof-Ost besonders im Mittelpunkt. Mit einer im Stadtteil und darüber hinaus gut vernetzen Angebotsstruktur sollen sie von der neuen Konzeption in besonderem Maße profitieren.

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