Kultur - 18.07.2020

Verleihung des Heinrich-Vetter-Kunstpreises

Poetische Bildsprache, höchste Konzentration, ästhetisierte Gewalt und die Schönheit im Unvollkommenen – in diesem Spannungsfeld bewegen sich die Arbeiten von Joscha Steffens und Hannah Schemel. Seit Freitag, 17. Juli, ist die gemeinsame Ausstellung der beiden Preisträger des Mannheimer Kunstpreises der Heinrich-Vetter-Stiftung im Port25 zu sehen. Gemeinsam eröffneten Bürgermeister Michael Grötsch und Dr. Heike Feldmann aus dem Stiftungsrat der Heinrich-Vetter-Stiftung die Ausstellung im Raum für Gegenwartskunst. „Nachdem in den letzten Monaten die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen auf zumeist virtuelle Angebote beschränkt war, freut es mich besonders, dass wir hier eine Eröffnung feiern können, die den Besucherinnen und Besuchern das direkte und analoge Betrachten der Kunstwerke ermöglicht“, freute sich Grötsch über eine Besonderheit in Zeiten der Pandemie.

Bereits zum achten Mal vergaben Stadt und Stiftung den Preis gemeinsam. „Die Stadt stellt die Experten in der Jury und die Räumlichkeiten und wir das Geld“, erklärte die stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates und dankte der Verwaltung“, denn für jede Sparte sind es die richtigen Experten.“ In diesem Jahr hatte die Jury die Auswahl aus eingereichten Werken aus den Bereichen Video und Fotografie. Im Gegenzug dankte Grötsch für die konstante, großzügige finanzielle Unterstützung für die Kunst- und Kulturschaffenden der Metropolregion.  Mit einer Dotierung von insgesamt 15.000 Euro leistet der Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung einen entscheidenden Beitrag zur regionalen Kunstförderung und mit dem Hauptpreisträger Joscha Steffens aus Heidelberg und der Förderpreisträgerin Hannah Schemel aus Mannheim wurden erneut würdige Preisträger gefunden. „Und auch wenn die Ausstellung aus großen Kontrasten besteht, so gibt es doch die gemeinsamen Aspekte Konzentration und Zeit“, erklärte Kuratorin Kim Behm.

Steffens Arbeiten entführen dabei mit „Teen Spirit Island“ in Parallelwelten von professionellen Computerspielern sowie mit „Uchronia“ einer Gruppe okkulter SS-Anhänger in Estland. Für Schemel ist das Einlassen auf das Motiv, die stunden- oder tagelange Beobachtung wesentlich.

Zu sehen ist die gemeinsame Ausstellung noch bis Sonntag, 30. August im Port25 – Raum für Gegenwartskunst, Hafenstraße 25-27, Mannheim. Mittwoch bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 19.30 Uhr. Führungen gibt es Donnerstag, 23. Juli, 18 Uhr, mit Melek Kilic (in türkischer Sprache), sowie Donnerstag, 30. Juli, 18 Uhr und Sonntag, 16. August, 15 Uhr, mit Konstantin Weber.

 

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