Wirtschaft & Arbeit - 13.12.2019

TÜV Süd bringt Mensch und Technik in Einklang

Ein ohrenbetäubender Knall – und die TÜV Süd AG war geboren: Als Reaktion auf eine Dampfkesselexplosion in der Mannheimer Brauerei zum „Großen Mayerhof“, die sich damals in E4 befand, gründeten am 6. Januar 1866 in Mannheim 22 Unternehmer die „Gesellschaft zur Überwachung und Versicherung von Dampfkesseln“. Sie gilt als erster technischer Überwachungsverein und markiert zugleich den Beginn der Geschichte von TÜV SÜD.

„Das Ziel, die Interessen von Mensch und technischem Fortschritt in Einklang zu bringen, ist ein Gedanke, der auch heute noch das Handeln des Unternehmens bestimmt. 150 Jahre später hat sich TÜV Süd zu einem in rund 50 Ländern der Welt tätigen Dienstleistungskonzern mit mehr als 24.000 Mitarbeitern an über 1000 Standorten entwickelt“, stellt Dr. Alexander Wolf, Divisionsleiter Business Assurance, das Unternehmen zu Beginn des Besuchs von Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch sowie Vertretern des Fachbereichs für Wirtschafts- und Strukturförderung vor. Oberbürgermeister Kurz erläutert: „Unsere Firmenbesuche sind ein Angebot der Wirtschaftsförderung. Sie sind nicht auf besondere Anlässe bezogen, sondern verfolgen das Anliegen mit den ortsansässigen Firmen in engem Kontakt zu stehen. Wir wollen uns über aktuelle Themen und Bedarfe der Unternehmen austauschen sowie mögliche Kooperationspotenziale am Standort ausloten.“

Prüfungen, Zertifizierungen, Inspektionen, Auditierungen und Systemzertifizierungen und Trainings zählen zum umfassenden Portfolio von TÜV Süd. Auch in Mannheim ist das Unternehmen mit einem breiten Leistungsspektrum vertreten und beschäftigt rund 400 Mitarbeiter. Bei einem Rundgang durch die Mannheimer Niederlassung konnte sich die städtische Delegation eindrucksvoll und anschaulich ein Bild davon verschaffen, in welch hohem Maße TÜV Süd für technische Sicherheit steht: So werden beispielsweise in speziellen Prüfkammern die Auswirkungen von Staub, Salz, Schmutzwasser oder aggressiven Gasen auf unterschiedliche technische „Prüflinge“ untersucht, mit Hilfe eines elektrodynamischen Shakers werden die Bauteile von Stromleitungen auf Stabilität geprüft und Transportsimulationen dienen der Zertifizierung von Verpackungsmaterialen, die einer bestimmten Norm unterliegen. „Die zunehmende Digitalisierung ist für TÜV Süd Herausforderung und Chance zugleich, denn sie beeinflusst nahezu alle Branchen. Wir widmen uns verstärkt der Datensicherheit, ein entscheidendes Thema in der Digitalen Revolution ist“, skizziert Wolf die weitere Entwicklung.

 

 

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