Wirtschaft & Arbeit - 20.07.2021

Transformation am Industriestandort Mannheim

Auftaktveranstaltung der städtischen Initiative Industriestandort Mannheim mit hochkarätigen Wirtschaftsvertretern

Große Industriekonzerne und industrielle Mittelstandsbetriebe in Mannheim stehen vor den Herausforderungen einer klimaneutralen Transformation ihrer Produktion und Wertschöpfung. Mit der Initiative Industriestandort Mannheim verfolgt die Stadt Mannheim das Ziel, im Schulterschluss von Wirtschaft, Forschung, Kommunalverwaltung und Kommunalpolitik, die klimaneutrale Transformation von Produktion und Wertschöpfung am Standort Mannheim mit konkreten Projekten gemeinsam mit zu gestalten. Zum Auftakt dieser Initiative kamen in der vergangenen Woche die in Mannheim standortverantwortlichen Vorstands- und Geschäftsleitungsvertreter der größten zwölf Konzerne und weitere führende Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Forschung und Kommunalverwaltung zusammen. Organisiert wurde die Auftaktveranstaltung durch den Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim, der federführend die Initiative koordiniert.

Neben Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch waren der städtische Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung, der Fachbereich Klima, Natur, Umwelt sowie die Geschäftsstelle Local Green Deal der Stadt Mannheim bei dem Treffen vertreten. Vonseiten der Unternehmen nahmen John Deere, BASF Ludwigshafen, Roche, Hitachi ABB Power Grids, Evobus, MVV, der Landeshafen Mannheim, Caterpillar Energy Solutions, Mercedes-Benz Werk Mannheim / Daimler, ABB Deutschland, Essity sowie Fuchs Schmierstoffe an dem Gespräch teil. Die Wirtschaftsverbände IG Metall Mannheim, Südwestmetall, die IHK Rhein-Neckar und die Agentur für Arbeit Mannheim beteiligten sich ebenfalls an der Diskussion.

Nach einem Impulsvortrag von Professor Achim Wambach, Präsident des ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung aus Mannheim, zum Thema „Puzzles der Klimapolitik“ diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung über die zentralen Themen- und Handlungsfelder der geplanten Initiative Industriestandort Mannheim. Einen ersten Rahmen zur Sondierung von Verbundprojekten mit der übergeordneten Zielsetzung einer CO2-neutralen Produktion und Wertschöpfung bilden dabei unter anderem die Themenfelder Produktionstechnologie, standortnahe Energieversorgungssicherheit, „Smart Building“ / Gebäudetechnik mit intelligenter Gebäudeautomation, Wasserstofftechnologien, Fachkräftegewinnung und Zukunftsperspektiven für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Verbundvorhaben mit Hochschulen sowie Kreislaufwirtschaft. Die Teilnehmenden waren sich darin einig, möglichst konkrete Projekte umsetzen zu wollen. Diese sollen sowohl Leuchtturmcharakter im Sinne des Klimaschutzes haben als auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Mannheim sichern und weiter ausbauen. Zur Anbindung des industriellen Mittelstandes an die Initiative erklärte die Industrie- und Handelskammer ihre Unterstützung. Zudem wurde der Arbeitsplatzerhalt als weiteres wichtiges Thema genannt.

„Die Initiative Industriestandort Mannheim ist ein Herzstück der Diskussion, weil es genau darum geht zu beschreiben, wie Klimaneutralität an einem Industriestandort gelingt und welche Chancen sich ergeben, auch neue klimaneutrale Wertschöpfung in Mannheim zu entwickeln. Eine Beschäftigung sichernde Veränderung muss in den Unternehmen gelingen“, setzte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz einen Schwerpunkt.

Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch begrüßte „die Offenheit der Unternehmen und Akteure, hier erstmals themenübergreifend und zielbezogen gemeinsam die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes noch weiter zu stärken.“

Im nächsten Schritt möchte die Wirtschaftsförderung Gespräche mit den einzelnen Unternehmen führen. Dabei sollen die jeweils relevanten Handlungsfelder und Transformationschancen auf Unternehmensebene bestimmt werden, um daraus konkrete gemeinsame Projektverbünde zwischen den beteiligten Akteuren der Initiative organisieren zu können. Dazu gehört auch die gezielte Akquise von Fördermitteln für diese Verbundvorhaben und deren Verstärkung durch einschlägige Forschungseinrichtungen, wie beispielsweise das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie in Bezug auf CO2-Reduktion.

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