Bauen & Wohnen - 06.05.2019

Tag der Städtebauförderung 2019

Jeder sieht Kräne stehen oder Arbeiten im Straßenbau. Aber vieles davon ist ohne öffentliche Fördergelder von Bund, Land oder Kommune nicht oder nicht in diesem Umfang möglich. Daran erinnert seit 2015 der „Tag der Städtebauförderung“. Seit Einführung der Unterstützung im Jahr 1971 leistet die Städtebauförderung in Baden-Württemberg mit einem Fördervolumen von bisher rund 7,83 Milliarden Euro (bis einschließlich Programmjahr 2019) in über 3.200 Sanierungs- und Entwicklungsgebieten einen bedeutenden Beitrag zur Behebung städtebaulicher Missstände und damit zur Entwicklung von Städten und Gemeinden. Sie halfen dabei mit, Wohnraum zu sanieren, preisgünstigen Wohnraum zu erhalten, Brachflächen zu revitalisieren, Straßen oder Grünanlagen umzugestalten. Am Samstag, 4. Mai 2019, präsentierte im Rahmen der Veranstaltung „Tag des Zusammenlebens - die Schönau feiert“ und gleichzeitig am „Tag der Städtebauförderung“ die Stadtverwaltung Mannheim vor Ort nicht nur die Ergebnisse der letzten Sanierungsmaßnahmen, sondern zeigte ebenso die zukünftigen Maßnahmen rund um „Schönau-Nordwest“ auf. Am Stand der Stadtverwaltung beteiligten sich Bürgerinnen und Bürger, um Ideen für eine nachhaltige Weiterentwicklung ihres Quartiers zu sammeln.


„Dass wir uns für den „Tag der Städtebauförderung“ den Stadtteil Schönau als Veranstaltungsort ausgesucht haben, ist kein Zufall: Zum einen haben wir vom Land Baden-Württemberg bisher schon 16 Millionen Euro Städtebaufördermittel für die Entwicklung dieses Quartiers erhalten und zum anderen können wir im Rahmen der Veranstaltung direkt mit den Akteuren aus dem Quartier kooperieren. Hierdurch haben wir in idealer Weise die beiden Zielrichtungen des bundesweiten Aktionstags in Blick: die Bedeutung der Städtebauförderung in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und die Bürgerbeteiligung bei Planungsprozessen zu erhöhen“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz bei der Eröffnung der Feier. Und er ergänzte: "Die Städtebauförderung und die damit verbundenen städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen gehören zu den wichtigsten kommunalen Aufgaben- und Handlungsfeldern. Das belegen auch vier Jahrzehnte Städtebauförderung in Mannheim mit 54 geförderten Sanierungsgebieten und 18 Einzelprojekten sowie rund 230 Millionen Euro aus 13 verschiedenen Städtebauförderungsprogrammen, die bisher nach Mannheim geflossen sind“.

Baubürgermeister Lothar Quast blickte mit Stolz auf die Erfolge der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme „Schönau-Mitte“ zurück: „Gemeinsam mit der GBG und dem Caritasverband haben wir in den letzten 15 Jahren über 60 Millionen Euro in die städte-bauliche Erneuerung des Stadtteils investiert“. „Dass wir nach der umfangreichen Sani-erung des Wohnungsbestandes der GBG bei einer durchschnittlichen Miethöhe zwischen 5,70 und 6,50 Euro/Quadratmeter bleiben können, wäre ohne die finanzielle Unterstützung von Bund und dem Land Baden-Württemberg in Höhe von über 12,2 Millionen Euro nicht möglich gewesen“, so Quast weiter. Für die Neumaßnahme „Schönau-Nordwest“ stellt die Stadtverwaltung die gleichen hohen Erwartungen und nutzte den „Tag des Zusammenlebens“ und gleichzeitig den bundesweiten „Tag der Städte-bauförderung“, der in diesem Jahr zum fünften Mal stattfand, um die Maßnahmen im Stadtteil Schönau zu präsentieren. Für die GBG blickte der Geschäftsführer Karl-Heinz Frings in die Zukunft: “Wir haben uns jetzt auf den Weg gemacht, um nach Schönau-Mitte nun Schönau-Nordwest zu sanieren. Dabei geht es um 1700 Wohnungen, für die Sanierung sind 125 Millionen Euro vorgesehen, erneut unter Beteiligung des Programms ‘Soziale Stadt’.” Auch hier wird es eine Obergrenze für die Mieten geben, die in den meisten Fällen bei 6,50 Euro/Quadratmeter liegt. „So sichern wir auch nachhaltig unser bezahlbares und faires Angebot auf der Schönau”, betonte Frings.

Dass sich das Bild der Schönau im positiven Sinne verändert hat, konnten die Teilnehmer in den unter fachkundiger Führung angebotenen Stadtteilrundgängen erkennen. Die Experten führten, trotz des nasskalten Wetters, Besucher durch das Quartier und erläuterten die zahlreichen Bauprojekte der städtebaulichen Erneuerung. Zudem konnten die Bürger am Stand der Stadtverwaltung ihre Ideen für zukünftige Maßnahmen entwickeln und sich aktiv in die Entwicklung der Schönau einbringen.

 


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