Kultur - 08.10.2019

Tag der Restaurierung am 13. Oktober

Objekte konservieren und für die Zukunft bewahren – das ist die Aufgabe der Restauratorinnen und Restauratoren in Museen. Am Sonntag, den 13. Oktober 2019 geben sie Einblicke in ihren Arbeitsalltag und das Berufsfeld: Reiss-Engelhorn-Museen, Kunsthalle Mannheim und TECHNOSEUM öffnen im Rahmen des 2. Europäischen Tages der Restaurierung ihre Werkstätten. Dort können die Besucherinnen und Besucher den Experten über die Schultern schauen, das Gespräch suchen und dabei nicht zuletzt herausfinden, was alles getan werden muss, bis eine Ausstellung aufgebaut ist und eröffnet werden kann.

Reiss-Engelhorn-Museen

Das Restauratoren-Team der Reiss-Engelhorn-Museen stellt seine facettenreiche Arbeit vor und gewährt einen spannenden Blick hinter die Museumskulissen. Auf dem Programm stehen drei Spezial-Führungen und ein Experten-Gespräch. Der Aktionstag startet um 11:15 Uhr mit einem Rundgang durch die Sonderausstellung „Javagold“ mit Restaurator Bernd Hoffmann-Schimpf. Ausnahmsweise stehen dabei nicht nur die kostbaren Objekte im Mittelpunkt, sondern auch die Ausstattung wie Vitrinen-Technik und Klimageräte. Um 12:15 Uhr haben die Besucherinnen und Besucher die seltene Gelegenheit, ein Atelier genauer unter die Lupe zu nehmen. Peter Will und Christopher Röber, die auf die Restaurierung archäologischer Objekte spezialisiert sind, laden Interessierte in ihre Werkstatt ein. Ob Barockaltar, Gemälde oder Skulptur – in den Ausstellungen erstrahlen die Exponate in voller Pracht. Wie viel Arbeit dahinter steckt, verraten Gisela Gulbins und Henrike Bierbrodt um 13:15 Uhr an ausgewählten Beispielen im Museum Zeughaus. Welche Restaurierungen sind zu Hause möglich und wann muss der Experte ran? Dieser Frage stellt sich Restauratorin Gisela Gulbins um 14:15 Uhr. Sie gibt Tipps, welche Hilfsmittel zu Hause empfehlenswert sind und welche nicht. Die Besucherinnen und Besucher können ihre „Sorgenkinder“ oder Fotos der beschädigten Objekte zur Begutachtung mitbringen. Die Führungen in Ausstellungsbereichen sind im jeweiligen Eintritt enthalten. Der Rundgang im Atelier und das Experten-Gespräch sind kostenfrei. www.rem-mannheim.de

Kunsthalle Mannheim

In der Kunsthalle Mannheim findet die Themenführung „Hinter den Kulissen der Restaurierung“ statt (4 Euro zzgl. Eintritt). Diplom-Restauratorin Katrin Radermacher lädt um 15.30 Uhr in das Restaurierungsatelier ein und beantwortet Fragen rund um die Reinigung von kostbaren Gemälden, der Instandsetzung von komplexen Kunstinstallationen bis hin zum Transport empfindlicher Objekte bei Sonderausstellungen. Radermacher arbeitet seit über 20 Jahren in der Kunsthalle, restauriert dort Malerei und kennt sich bestens aus mit den Besonderheiten zeitgenössischer Kunst. Das Restaurierungsteam kümmert sich vor Ort um Leihgaben aus aller Welt, die zum Beispiel für die Sonderausstellung „Inspiration Matisse“ nach Mannheim gereist sind. Es errichtet darüber hinaus begehbare Kunstwerke, wie die Raum-in-Raum-Installation „LiquiditätsAuraAromaPortfolio“ von John Bock, die ab 25. Oktober 2019 in der Kunsthalle zu sehen ist. In der Restaurierungswerkstatt dürfen die interessierten Teilnehmer ausgewählte Kunstwerke aus besonderer Nähe betrachten und erhalten Einblicke in die berufstypischen Untersuchungsmethoden und Geräte. Die Aufbewahrung von besonderen Kulturschätzen wird anhand des Schaudepots erfahrbar. www.kuma.art

TECHNOSEUM

Im TECHNOSEUM stehen die Restaurierungswerkstätten von 10:00 bis 16:00 Interessierten offen, der Besuch ist im regulären Eintrittspreis mit inbegriffen. Die Arbeiten dort konzentrieren sich in diesem Herbst vor allem auf die Sonderausstellung „Die Sammlung 3: Werben und Verkaufen“, die ab dem 7. November 2019 im Museum zu sehen sein wird. Bei dieser Schau präsentiert das TECHNOSEUM seine umfangreichen Bestände zu Marketing und Merchandising – das heißt, es müssen Objekttransporte aus dem Depot ins Haus organisiert, Ausstellungsgegenstände ausgepackt, begutachtet und ggf. noch überarbeitet werden. Wer den Werkstätten einen Besuch abstattet, kann somit als einer der Ersten die Exponate für die anstehende Schau in Augenschein nehmen: Neben Kaffeeautomaten, Emaille-Schildern und Werbe-Aufstellern gibt es auch ein Wiedersehen mit populären Werbefiguren wie etwa Wum und Wendelin, den Mainzelmännchen, Pumuckl und den kultigen PEZ-Spenderboxen. www.technoseum.de

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