Kinder, Jugend, Familie - 18.06.2020

Städtische Kitas ab Juli wieder für alle Kinder

Rückkehr zum Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen / Alle Kinder sollen wieder fünf Tage pro Woche die Kita besuchen können

Die Stadt Mannheim strebt für ihre städtischen Kindertagesstätten – gemäß der entsprechenden Verordnung des Landes – zum 1. Juli (Termin abgesprochen zwischen den Trägern in Mannheim) die Rückkehr der Tageseinrichtungen für Kinder zu einem Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen an. Dabei müssen nach wie vor die strengen Vorgaben des Infektionsschutzes gewährleistet bleiben. Trotzdem soll jedes Kind, das eine Kita besucht, ein Betreuungsangebot erhalten - wenn auch nicht im selben Umfang wie bislang gewohnt.

Die generellen Öffnungszeiten aller städtischen Kinderhäuser sowie die Betreuungszeiten für alle Kinder werden täglich auf maximal 8 bis 16.30 Uhr (Freitag bis 16.00 Uhr) angepasst.

Das geplante Konzept sieht vor, dass Kinder, die bereits einen Platz in der (erweiterten) Notbetreuung haben, diesen auch im gleichen Betreuungsmodell wie bisher behalten. Aber auch alle anderen ansonsten in der jeweiligen Einrichtung  betreuten Kinder sollen wieder die Kita besuchen dürfen – allerdings zum Teil in eingeschränktem Umfang. Diese Kinder erhalten ab 1.7.20 in Krippe und Kiga in Abhängigkeit vom zur Verfügung stehenden Personal folgende Betreuungsangebote:

-    Ganztagesangebote
-    VÖ (Verlängerte Öffnungszeit: 8 bis 14 Uhr) oder
-    VM (Vormittagsbetreuung: 8 bis 12 Uhr) – neu.

In den Horten werden die Grundschulkinder im Anschluss an die Grundschule ab 11.30 Uhr betreut und zwar:
-    Hortbetreuung fünfstündig (11.30 Uhr bis 16.30 Uhr, freitags bis 16.00 Uhr)
-    Hortbetreuung dreistündig (11.30 Uhr bis 14.30 Uhr) oder
-    Hortbetreuung zweistündig (11.30 Uhr bis 13.30 Uhr).

Die Kinder werden in festen Gruppen betreut. Die Gruppengröße richtet sich nach der jeweiligen Betriebserlaubnis. Für die Rückkehr des Kindes in die Tageseinrichtung müssen sich Eltern nicht gesondert anmelden. Sie können sich ab Mittwoch, 24. Juni, direkt mit der Einrichtungsleitung ihrer Kita in Verbindung setzen.

„Somit planen wir, dass ab Juli wieder alle Kinder an fünf Tagen in der Woche ihre Einrichtung besuchen können. Nur eintägige Betreuungsangebote oder Angebote im wöchentlichen Wechsel, die vielen Eltern bei der Betreuung nicht wirklich helfen würden, sind nicht vorgesehen. So möchten wir den Familien, die lange Zeit unter erheblichen Druck standen, helfen und die Möglichkeiten, Beruf und Familie vereinbaren zu können, verbessern“, betont Familienbürgermeister Dirk Grunert.

Ab Herbst soll dann jedes Kind im Krippen- und Kindergartenbereich zumindest das Angebot eines VÖ-Platzes (verlängerte Öffnungszeit bis 14 Uhr) sowie im Hortbereich eine fünfstündige Nachmittagsbetreuung erhalten. Auch eine Erweiterung der Randzeitenbetreuung wird für den Herbst angestrebt. Hierfür ist allerdings zusätzliches Personal erforderlich, um das sich die Stadt derzeit bemüht.

„Wir sehen in einem sehr engen Kontakt und Austausch mit den freien Trägern, denen wir dieses Konzept bereits vorgestellt haben. Unser Ziel ist es in weiteren Gesprächen weiterhin ein möglichst einheitliches Vorgehen für ganz Mannheim zu ermöglichen“, betont Grunert. Nun gelte es allerdings zunächst die neuen Vorgaben des Landes zu prüfen.

Schulkindbetreuung
Auch im Bereich der Schulkindbetreuung strebt der Fachbereich Bildung im Zusammenwirken mit den Grundschulen für die in den Betreuungsangeboten angemeldeten Schüler*innen im Rahmen der Hygienevorgaben eine durchgehende und damit für die Eltern verlässliche Betreuung an. Das Ziel der Planungen ist es, die Betreuung sicher und berechenbar täglich nach Schulende bis 17 Uhr zu gewährleisten.

Vor dem Hintergrund, dass auch in den Horten an der Schule und der Betreuung im Rahmen der Verlässlichen Grundschule (VGS) ein Teil des Personals Risikogruppen zugehörig ist und damit nicht zur Verfügung steht, wird allerdings der zeitliche Umfang des Angebots entsprechend eingeschränkt werden müssen: So soll die Frühbetreuung vor dem Unterricht wegfallen. Auch die Ferienbetreuung wird nach der derzeit absehbaren Personalsituation nur in einem eingeschränkten zeitlichen Umfang angeboten werden können.

Kindertagespflege: Rückkehr zum Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen
In der Kindertagespflege strebt die Stadt Mannheim ebenso zum 1. Juli den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen an. Kindertagespflegepersonen sollen, gemäß ihrer geltenden Erlaubnis zur Kindertagespflege im Regelbetrieb ohne die aktuelle Einschränkung des Platzsharings ab diesem Datum Kinder betreuen.

Dabei müssen die strengen Vorgaben des Infektionsschutzes, insbesondere auf der Grundlage der gemeinsamen Schutzhinweise für die Betreuung in Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen während der Coronapandemie des KVJS, der Unfallkasse Baden-Württemberg und des Landesgesundheitsamtes in der jeweils gültigen Fassung von den Kindertagespflegepersonen gewährleistet und umgesetzt werden.

Seitens der Eltern entfällt die Anmeldung, die bisher zur Notbetreuung erforderlich war.


Für Rückfragen stehen folgende Hotlines bereit:

Kinder(not)betreuungs-Hotline

Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr.

  • Kindertagesstätten: 0621 -293-5656
  • Kindertagespflege: 0621 293-3734
  • Schulkindbetreuung: 0621 293-7950

Medien