Politik & Verwaltung - 14.02.2019

Stadtteilspaziergang Oststadt

Um sich vor Ort zu informieren und sich ein Bild vom Fortgang verschiedener Projekte und Entwicklungen zu machen, führt die Stadtspitze regelmäßig in allen 24 Mannheimer Stadtteilen sogenannte Stadtteilspaziergänge durch.

Die Berliner Straße stand im Mittelpunkt des Stadtteilspaziergangs durch die Oststadt. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Bürgermeisterin Felicitas Kubala machten sich gemeinsam mit Mitgliedern des Bezirksbeirates sowie Vertreterinnen und Vertretern des Gemeinderates ein Bild vom Sachstand der beschlossenen Fahrradstraße.

„Die Berliner Straße ist eine der wichtigsten Fahrrad-Hauptachsen zwischen Hauptbahnhof und Friedrich-Ebert-Brücke“, erklärte Johanno Sauerwein aus dem Bereich Stadtplanung. Deshalb sei der Umbau auch schon Bestandteil des 21-Punkte-Programms zur Stärkung des Fahrradverkehrs aus dem Jahr 2010, das seither Schritt für Schritt umgesetzt wird. Gemeinsam mit Oliver Sachs aus dem Fachbereich Tiefbau stellte Sauerwein deshalb die geplanten Maßnahmen vor, die am ersten, 630.000 Euro teuren Bauabschnitt aus dem Jahr 2017 anknüpfen.

Bereits der erste Bauabschnitt sei ein Erfolg gewesen, informierte Sauerwein: „Wir hatten vor dem Umbau eine Verkehrszählung, bei der Auto- und Fahrradverkehr etwa gleich stark waren. Nach der Umwidmung hat sich der Fahrradanteil erhöht. Im Oktober 2018 hatten wir 1900 Kfz aber 2900 Fahrradfahrer.“ Dafür wurden im ersten Bauabschnitt zwischen Tulla- und Lameystraße die geteilten Geh- und Radwege aufgelöst. „Das hat ohnehin zu Konflikten mit den Fußgängern geführt“, berichtete Sachs. Nun wurden die Fußwege verbreitert, was im Quartier zusätzliche Aufenthaltsqualität, beispielsweise durch die Außenbestuhlung der Gastronomie, sorgte. Die Fahrradfahrer dürfen dafür als vorrangige Verkehrsteilnehmer auf der Straße fahren.

Die Verbesserungen für den Fahrradverkehr sollen sich mit dem zweiten Bauabschnitt fortsetzen, der von März bis Mai in Angriff genommen wird, informierte Sachs. Von Ende Berliner- bis über die Kreuzung / Berliner Straße / Goethestraße führt der knapp 100 Meter lange Abschnitt, der nicht nur unmittelbar auf der Straße Vorteile für den Radverkehr bringen soll. „Wir erneuern auch die Ampelanlage in Richtung Nationaltheater, so dass der Radverkehr die Straße in dieser Richtung in einem Zug überqueren kann. Dies verbessert die Verkehrssicherheit an den Querungsstellen deutlich“, versprach Sachs.

Rund 0,9 Millionen Euro sind vom Gemeinderat für den zweiten Bauabschnitt bewilligt. Dafür werden nicht nur die Gehwege umgestaltet, sondern die komplette Straße grundsaniert, informierte Sachs. Deshalb werde die Zufahrt zur Berliner Straße von Ende März bis Ende Mai vollgesperrt. Für den Umbau der Querung der Kreuzung Berliner- / Goethestraße ist eine dreitägige Sperrung geplant.

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