Politik & Verwaltung - 14.06.2018

Stadtteilspaziergang Innenstadt

Der Stadtteilspaziergang Innenstadt führte Stadtspitze, Vertreter des Gemeinderats und der Fachbereiche gemeinsam mit zahlreichen interessierten Teilnehmern aus den Reihen von Bürger- und Gewerbeverein Östliche Innenstadt sowie Bezirksbeirat Innenstadt / Jungbusch diesmal nicht wie sonst auf horizontalen, sondern überwiegend vertikalen Wegen. Stockwerk für Stockwerk nahmen Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Bürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb den Baufortschritt in K 1 in Augenschein. „90 Prozent der Flächen sind bereits vermietet. Wir wollen im ersten Quartal 2019 eröffnen“, informierte Ömer Nohut, Geschäftsführer K1 Karree Verwaltungs-GmbH, und nannte als bereits feststehende Mieter Lebensmitteldiscounter, Drogeriemarkt, Fitnessstudio und internationale Gastronomie, die in Mannheim ihren ersten Standort in Deutschland beziehen wird. Ein Blutspendezentrum und das kommunale Cinema Quadrat werden im dritten OG untergebracht, wo sich auf 3.200 Quadratmeter vermietbarer Fläche zugleich moderne Büros und ein Dachgarten befinden werden. „Wir wollen mit dem Projekt sowohl den bestehenden Handel in der Breiten Straße als auch in der Marktstraße verbinden und fördern“, erklärten Nohut und Akin Erdem, Geschäftsführer der K1 Immobilien GmbH, übereinstimmend. Im Oktober 2018 soll die neue Glasfassade fertig sein. Gefragt nach Parkplätzen antwortete Nohut, dass sich in K 1 direkt 85 Parkplätze sowie im K1-Parkhaus 170 weitere befinden würden. Allerdings würde die Parkgarage derzeit um 21 Uhr schließen, und man wünsche sich daher eine Verlängerung der Öffnungszeiten.

Digitale Technik bei der Videoüberwachung

Über den Dächern der östlichen Innenstadt gab der Oberbürgermeister das Wort weiter an Klaus Pietsch. Der für die neue Videoüberwachung im Polizeipräsidium zuständige Projektleiter erklärte das von Polizei und Stadt gemeinsam entwickelte Konzept. Oberbürgermeister Dr. Kurz ergänzte: „Wir setzen auf eine vom Fraunhofer Institut entwickelte, lernfähige Software, die bestimmte, für Straftaten typische Bewegungsmuster wie schlagen oder treten erkennt und in der Leitstelle Alarm schlägt. Der Computer bewertet nicht, er reagiert lediglich auf das Bewegungsmuster. Auf die konkrete Situation schauen und entscheiden muss dann ein Polizist.“

„Wir vom Bürger- und Gewerbeverein begrüßen das Projekt“, erklärte dessen Vorsitzender Wolfgang Ockert. Auf die Frage, ob mit Einrichtung der Videoüberwachung ein Verdrängungseffekt von der Breiten Straße in benachbarte Quadrate zu erwarten sei, sagte Pietsch, dass nach den Erfahrungen mit dem alten analogen System, das von 2001 bis 2007 eingesetzt war, eher von Rückgängen und somit positiven Effekten auch in der Umgebung auszugehen sei.

Die Stadtteilspaziergänge sind ein Ergebnis des Change² Projekts „Stadtteilorientierung der Verwaltung“. Dieses hatte im Rahmen der Projektlaufzeit von März 2009 bis Juni 2010 den Auftrag, ein Konzept zur Stärkung der Stadtteilorientierung der Verwaltung zu erarbeiten, das vom Gemeinderat im November 2010 beschlossen wurde. Ziel ist eine stadtteilorientierte Verwaltung im Dialog mit Gemeinderat, Bezirksbeirat und Bürgerschaft.

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