Umwelt & Verkehr - 07.11.2018

Stadt zeichnet Kleingartenvereine aus

Bürgermeisterin Felicitas Kubala überreichte den Vorständen von vier Kleingartenvereinen gestern Abend Urkunden und Preisgelder für ihre Teilnahme am diesjährigen Kleingarten-Wettbewerb der Stadt Mannheim. Die Preisverleihung fand in der Vereinsgaststätte der Kleingarten-Daueranlage Sellweiden statt. Neben Sellweiden haben in diesem Jahr die Vereine Mannheim-Süd, Friesenheimer Insel und Mannheim-Ost am Wettbewerb teilgenommen.

Im Juli hatte eine von Felicitas Kubala angeführte Jury die vier Gartenanlagen besichtigt und bewertet. Dieses Jahr waren Kleingartenanlagen mit einer Größe von 500 Einzelgärten an der Reihe. Bei der Besichtigung hatten die Vereinsvorstände der Jury gezeigt, dass in ihren Gärten viele Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum finden. Die Vereine und ihre Mitglieder schaffen gezielt Lebensräume, beispielsweise durch Insektenhotels, Nistkästen, Trockenmauern, Tümpel oder indem sie im Herbst Laubhaufen für Igel liegen lassen.

Bei der gestrigen Preisverleihung griff die Bürgermeisterin diesen Punkt in ihrer Ansprache auf: „Kleingärten sind grüne Orte mit einem besonderen ökologischen Wert. Wie alle Grünanlagen sind sie wichtig für die Frischluft in Mannheim und tragen dazu bei, die Stadt im Sommer durch Verdunstung abzukühlen. Außerdem können sich Menschen hier erholen und Natur erfahren.“ Kubala lobte das regelmäßige, oft jahrzehntelange Engagement der Gärtnerinnen und Gärtner, das an dem sehr guten Pflegezustand aller vier Anlagen ablesbar sei. Auch den hohen Anteil von Nutzpflanzen würdigte sie ausdrücklich: „In den Kleingärten bauen die Vereinsmitglieder eigenes Obst und Gemüse an – das ist die klimafreundlichste Form der Ernährung. Viele verzichten dabei bewusst auf Pestizide und Dünger.“

Die Vereinsvorstände freuten sich über ihre Urkunden und die Preisgelder. „Wichtig ist uns aber vor allem der Kontakt zur Stadtverwaltung“, sagte Gisela Mappes, die Vorsitzende des gastgebenden Vereins Sellweiden. „Der Kleingarten-Wettbewerb ist für uns eine gute Gelegenheit, mit der Bürgermeisterin und den Mitarbeitenden der Verwaltung im Gespräch zu bleiben.“ Nächstes Jahr lädt die Stadt Vereine mit 80-150 Einzelgärten zur Teilnahme am Wettbewerb ein. Das sind die Kleingartenvereine Stolzeneck (Casterfeld), Heckweg (Seckenheim) und Krähenflügel (Schönau), der Verein der Gartenfreunde Au (Käfertal) und der Verein der Gartenfreunde Breitgewann (Feudenheim).

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