22.12.2020

Stadt Mannheim und Förderverein Städtepartnerschaften unterstützen Freundschaftsstadt El Viejo im Kampf gegen die Corona-Pandemie

Für die Städte des „globalen Südens“, d.h. in Entwicklungsländern, stellt die Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung dar. Oft gibt es keine Gesundheitsämter, die Infektionsketten nachverfolgen können, die medizinische Versorgung ist rudimentär und die Kenntnisse über richtige Verhaltensweisen werden nicht hinreichend vermittelt.

Vor diesem Hintergrund haben die Stadt Mannheim und der Förderverein Städtepartnerschaften Mannheim e.V. ein Projekt zur Corona-Prävention in El Viejo (Nicaragua) ermöglicht. Mit der an der Pazifikküste gelegene Stadt El Viejo ist Mannheim seit 30 Jahren durch eine Städtefreundschaft verbunden. Dank einer finanziellen Zuwendung von insgesamt 750 Euro konnte das Frauenzentrum („Casa de la mujer“) in El Viejo insgesamt 500 Schutzmasken jeweils kombiniert mit Desinfektionsmittel, Flüssigseife oder Handdesinfektionsgel an 200 Personen verteilen. Die Personen wurden im Rahmen eines Aktionstages zur Corona-Prävention außerdem zu Hygienemaßnahmen und Infektionswegen informiert und erhielten Hinweise zum richtigen Gebrauch der Masken.

„Bei der Corona-Krise handelt es sich um eine globale Herausforderung, die nur durch internationale Zusammenarbeit und solidarisches Handeln zu bewältigen ist“, so Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, der weiter erläuterte: „Durch solch konkrete Maßnahmen setzten wir auch unser Leitbild Mannheim 2030 um, in dem wir formuliert haben, dass wir Vorbild für die internationale Zusammenarbeit von Städten sein wollen.“ Auf Initiative der Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik der Stadt Mannheim ‑ deren Stelle durch Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird – beteiligten sich die Stadt Mannheim und der Förderverein Städtepartnerschaften e.V. an einem Spendenaufruf des „Vereins zur Förderung einer Städtepartnerschaft Mannheim - El Viejo“ und dem „Nicaragua Forum Heidelberg“.

„Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, auch an unsere Freundschafts- und Partnerstädte zu denken und zu helfen, wo es möglich und erforderlich ist“, betonte der Vorsitzende des Fördervereins Städtepartnerschaften e.V., Rüdiger Finke.

Mit der nicaraguanischen Kommune ist aktuell außerdem ein Kooperationsvorhaben im Wassersektor in Planung, welches dazu beitragen soll, die Bevölkerung der Stadt in der Regenzeit besser vor Überschwemmungen zu schützen. Das Projektvorhaben wurde im Rahmen einer Projektsondierungsreise im Januar dieses Jahres, ebenfalls finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, gemeinsam mit der Stadtverwaltung in El Viejo erarbeitet.

Hintergrund:

Das „Casa de la mujer“ unterstützt Frauen in El Viejo mit psychologischer, medizinischer und juristischer Information und Beratung. Außerdem verfügt das Frauenzentrum über einen Vorschulkindergarten für die Kinder einkommensschwacher Familien.

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