Sport & Gesundheit - 31.05.2017

Stadt empfängt Hockey-Meister MHC

„Mannheim ist stolz auf Sie. Sie haben großartiges geleistet“ – Sportbürgermeister Lothar Quast begrüßte die erfolgreichen Hockeyspieler des Mannheimer HC. In sein Lob schloss er dabei nicht nur die Herrenmannschaft des MHC ein, die am Wochenende mit einem 3:2-Finalerfolg über den bis dahin amtierenden Titelträger Rot-Weiss Köln die erste Deutsche Meisterschaft im Feldhockey nach Mannheim geholt haben. Der Bürgermeister und Sportdezernent weitete den Beifall auch auf die Damen des MHC aus, die im Meisterschaftsfinale dem UHC Hamburg mit 0:2 unterlegen waren, aber von ihrer ersten Teilnahme an der Final-Four-Endrunde nicht nur die Vizemeisterschaft, sondern auch die Qualifikation für den Europäischen Wettbewerb mitgenommen hatten. „Seit Sonntag ist der Mannheimer HC damit der erfolgreichste Hockeyclub Deutschlands“, so Quast.

Das Ergebnis einer langen Aufbauarbeit. „Die außerordentlich gute Jugendarbeit des Vereins trägt hier ihre Früchte.“ Eine Aufbauarbeit, die vor allem durch das Engagement der Familie von Klaus Greinert ermöglicht wurde. „Der MHC hat mittlerweile eine Hockeyanlage, die richtungsweisend in ganz Deutschland ist“, dankte Quast der Familie des Mäzens. Deshalb fand auch das Final-Four-Turnier zum zweiten Mal in Folge auf dem MHC-Gelände am Neckarplatt statt. „Wir hatten in diesem Jahr ein wenig mehr Zeit für die Vorbereitung und ich denke, wir haben wieder eine hervorragende Veranstaltung auf die Beine gestellt“, so der Ehrenpräsident Dr. Steffen Junge. 

Greinert selbst schraubte die Erwartungshaltung an die Spieler nach oben. „Ich selbst stehe mit dem Berliner HC vier Mal als Sieger (1961, ‘62, ‘63 und ‘65) auf diesem Pokal. Wir haben also noch viel vor“, so der ehemalige Nationalspieler in Richtung der Mannschaft von Trainer Michael McCann. Dieser habe der Mannschaft seine Philosophie erfolgreich vermittelt, lobte Quast. Und auch er hofft auf weitere Erfolge am Neckarplatt. „Die Stadt Mannheim hat über den Hockeysport eine große Strahlkraft nach außen.“ Nicht nur als Veranstalter hervorragender Turniere wie am Wochenende, sondern eben auch im sportlichen Bereich. „Und obwohl der Verein auf mittlerweile rund 1000 Mitglieder angewachsen ist, wurde doch die familiäre Atmosphäre beibehalten“, lobte der Bürgermeister, ehe er den Spielern um Kapitän Jan Philipp Fischer das Ehrengeschenk der Stadt überreichte, ehe diese ihre seit Sonntag praktisch ununterbrochen anhaltenden Meisterfeierlichkeiten fortsetzten und nicht nur den traditionsreichen Wanderpokal, sondern den ebenso prestigeträchtigen blauen Meisterwimpel immer wieder stolz in die Höhe reckten. „Solche Augenblicke wie am Sonntag auf dem Feld oder auch bei diesem Empfang hier entlohnen für das Engagement im Vorfeld“, dankte auch Klaus Greinert.