Bildung & Wissenschaft - 08.06.2020

Spinelli-Grundschule: Architekturbüro ausgewählt

Der Entwurf für den Neubau der Grundschule auf Spinelli steht fest: Das Gebäude wird nach den Plänen des Architekturbüros „Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner Part-GmbB, Nürnberg mit Jetter Landschaftsarchitekten, Stuttgart“ realisiert.

„Der Entwurf überzeugte bereits im Wettbewerb mit seiner klaren Darstellung und hohen gestalterischen Kompetenz. Im Zuge der Überarbeitung wurde die Qualität der Lern- und Lebensräume durch geschickte und gezielte Eingriffe noch weiter gesteigert. Ein Beispiel hierfür ist die neue großzügige Treppe, die mit Sitzstufen den Spiel- und Bewegungsbereich erweitert und vielfältige Nutzungen zulässt“, hebt Karl-Heinz Frings, Geschäftsführer der städtischen Schulbaugesellschaft Bau- und Betriebsservice GmbH (BBS), hervor .

Inhaltlich hat dieser Entwurf in den verschiedenen Zuschlagskriterien die meisten Punkte erhalten. Bei seiner Überarbeitung ging das Architekturbüro auf die Anmerkungen des Preisgerichts ein und setzte diese positiv um. Der wesentliche Charakter des Entwurfs blieb dabei aber erhalten.

Bär, Stadelmann, Stöcker setzen das Schulgebäude, eine Holzkonstruktion, parallel zur Dürkheimer Straße. Senkrecht dazu will der Turnverein 1880 Käfertal eine Turnhalle bauen. Dadurch entstehen ein kleiner Bereich zwischen möglicher Sporthalle und Schule sowie ein grüner Pausenhof im südlichen Teil. Positiv bewertete die Jury ebenfalls einen großen Eingangsbereich, eine Art Markthalle, mit Mensa im Erdgeschoss und einem Lernbereich im Obergeschoss.

Bildungsbürgermeister Dirk Grunert betont, dass die neue Grundschule durch ihre zentrale Verortung zu einem wesentlichen Baustein des ‚sozialen Zentrums‘ auf Spinelli werde und so zur Identität des Stadtteils beitrage. „Dass wir mit Spinelli und Franklin gleich zwei komplett neue Schulen auf den Konversionsflächen gründen, - was für eine Kommune etwas Besonderes ist - belegt, dass die Familienfreundlichkeit bei der Konzeption neuer Quartiere eine herausragende strategische Bedeutung hat“, hob er hervor. Von Anfang an sei bei der Konzeption besonderer Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit gelegt worden, was sich in der guten Anbindung der neuen Schule an den geplanten Straßenbahnanschluss, ihre fußläufige Erreichbarkeit und der umfangreichen Bereitstellung von Fahrradstellplätzen wiederspiegle. Und auch bei der pädagogischen Rahmenkonzeption seien der Grünzug und das Element der „grünen Schule“ ein leitendes Merkmal gewesen.

Am 15. Januar tagte das Preisgericht, zu dem u.a. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Bildungsbürgermeister Dirk Grunert, BBS-Geschäftsführer Karl-Heinz Frings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau der Stadt, Klaus Elliger, sowie der Leiter des Fachbereichs Bildung, Lutz Jahre, unter dem Vorsitz von Architekt Prof. Peter Cheret gehörten. Es wurden zwei erste Preise ausgewählt. Die Architekturbüros hatten noch einmal die Chance, ihre Entwürfe zu überarbeiten.

Um die bestmögliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf und insbesondere gute Bildungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen, die besonders Ganztagesschulen bieten, wird auf Spinelli eine zweizügige Grundschule im verbindli-chen Ganztagsbetrieb eingerichtet. Die Aufnahme des Schulbetriebs ist zum Schuljahr 2023/24 geplant. Die Schule wird durch Mittel der Stadt mit Schulsozialarbeit ausgestattet und das Lehrkräftekollegium durch ein städtisch finan-ziertes Erzieher*innen-Team unterstützt.

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