Kultur - 14.12.2010

Rudi Baerwind 1910-1982: Ausstellung im Mannheimer Kunstverein

„Wir haben es geschafft. Dafür kannst Du da oben in Deinem Olymp sogar zwei draufmachen“ – an den 1982 verstorbenen Künstler gewandt,  eröffnete Dieter Kunze in seiner letzten Amtshandlung als Vorstand der Rudi-Baerwind-Stiftung am Sonntag, 12. Dezember 2010, die Vernissage der Ausstellung „Rudi Baerwind – 1910 – 1982“ im Kunstverein Mannheim.

Baerwind war Flaneur zwischen Paris und Mannheim und berührte durch seine oft schonungslosen Portraits, erinnerte der Stellvertretende Kunstvereins-Vorsitzende Dr. Jochen Kronjäger. Die von Ursula Dann, Claus Scholl und Christine Theuer konzipierte Ausstellung der Bilder des Brückenschlägers zwischen Deutschland und Frankreich zum 100. Geburtstag des Malers gibt dabei, bis zum 16. Januar 2011, einen guten Überblick durch die Kunst des 20. Jahrhunderts und ist damit ein besonderer Höhepunkt im Baerwind-Jahr 2010. Noch mehr freute sich Kunze allerdings, dass es Dann, Scholl und Theuer in mühevoller Kleinarbeit gelungen ist, eine Werkübersicht von Rudi Baerwind zu erstellen. „Das war von Anfang an mein Traum gewesen“, berichtete Kunze und hielt stolz das gedruckte Werk in den Händen. „Darin ist jedes Umblättern ein neues Kapitel Baerwind.“

Für Kulturbürgermeister Michael Grötsch ist die Ausstellung im Kunstverein „ein herausragendes Beispiel dafür, welche anspruchsvollen Projekte dank bürgerschaftlichen Engagements in Mannheim umgesetzt werden.“ Im Falle Rudi Baerwinds allerdings auch wenig verwunderlich, meinte er mit Blick auf die randvollen Räume des Kunstvereins. Schließlich war er ein Mannheimer Original im positivsten Sinne, dessen Werke nicht nur in zahlreichen Privatsammlungen, sondern auch im öffentlichen Raum zu finden sind. Für Grötsch Beleg dafür, „dass ihm die Kultur der Stadt stets am Herzen lag.“ Abschließend dankte Grötsch den zahlreichen großen und kleinen Sponsoren, Förderern und Leihgebern, die neben dem Kulturamt der Stadt Mannheim die umfassende Werkschau über alle Schaffensphasen im Kunstverein ermöglichten.  „Rudi Baerwind war ein unverzichtbarer Teil des Mannheimer Kulturlebens“, betonte Grötsch. Kunze fand dafür simple Worte: „Der Rudi hätte gesagt: Des iss en toller Anlass. Mache mer äner druff.“

Die Ausstellung läuft vom 12.12. 2010 bis zum 16.1. 2011 im Mannheimer Kunstverein, Augustaanlage 58, 68165 Mannheim.Infos unter www.rudibaerwind.de

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