Soziales - 05.06.2015

Preisverleihung des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ in Mannheim

Zivilgesellschaftliches Engagement in Deutschland sichtbar machen und stärken – dieses Ziel verfolgt das Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) mit seinem jährlich ausgeschriebenen Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“. Am Mittwoch, 3. Juni veranstaltete das BfDT in Mannheim die erste von insgesamt fünf Preisverleihungen des Wettbewerbs 2014. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz eröffnete die Veranstaltung und hob in seinem Grußwort die Bedeutung von Toleranz und zivilen Engagements für die Gesellschaft hervor, die besonders für eine erfolgreiche Integration von Migranten und Flüchtlingen von großer Wichtigkeit seien. „Anfang diesen Jahres wurde in Mannheim ein sehr eindrucksvolles Zeichen gesetzt: Am 17. Januar demonstrierten 12.000 Menschen für einen würdevollen Umgang mit Flüchtlingen und bewiesen gleichzeitig die Offenheit Mannheims gegenüber der Aufnahme von Asylsuchenden. In einer Stadt, in der 170 verschiedene Nationen leben, möchten wir auch auf lokaler Ebene etwas leisten. So haben wir 2011 den Mannheimer Aktionsplan für Toleranz und Vielfalt ins Leben gerufen, der ein friedliches Miteinander in unserer von Vielfalt geprägten Stadt stärkt“, sagte Dr. Kurz.

285 Vereine und Initiativen hatten sich im Jahr 2014 für den Wettbewerb gemeldet. Der Beirat des BfDT hat daraus 66 Initiativen und Projekte für ihr vorbildliches und nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement als Preisträger ausgewählt. Davon wurden sechs Projekte aus Baden-Württemberg und Hessen im feierlichen Rahmen im Ratssaal des Stadthauses geehrt. Dr. Kurz sowie Christian Petry, Beiratsmitglied des BfDT, zeichneten die Preisträger aus und würdigten gemeinsamen mit Cornelia Schmitz, stellvertretende Leiterin der BfDT-Geschäftsstelle, das vorbildliche Engagement der Teilnehmer. Die Projekte wurden mit Preisgeldern zwischen 1.000 Euro und 5.000 Euro prämiert. 

Auch ein Projekt aus Mannheim war unter den Preisträgern: Die Initiative „Save-Me-Mannheim“ leistet seit 2010 direkte Flüchtlingshilfe, indem sie Betroffene mittels Patenschaften in die Gesellschaft aufnehmen und wertschätzen. Sie unterstützen Mannheims Flüchtlinge bei der Arbeitssuche, vermitteln Sprachkurse, helfen beim Umzug in eigene Wohnungen, bei der Einschulung ihrer Kinder oder bei Behördengängen. Über die praktische Direkthilfe hinaus pflegt die Initiative den Kontakt zu Mannheimer Politikern, der Verwaltung sowie der Arbeitsagentur, um Lösungen für einen erträglicheren Aufenthalt der Flüchtlinge zu erreichen. Mit kulturellen Veranstaltungen möchte sie die Öffentlichkeit und die Politik für die lokale, aber auch die weltweite Flüchtlingssituation sensibilisieren. „Diese Initiative setzt wichtige Impulse in unserer Stadt. So ist es auch „Save-me-Mannheim“ zu verdanken, dass sich das Klima in Mannheim, was die Aufnahme von Asylbewerbern betrifft, in den letzten Jahren deutlich verändert hat“, sagte Dr. Kurz bei der Preisverleihung. 

Medien