Politik & Verwaltung - 03.08.2017

Positive Bilanz bei „VEREINte Räume und BILDUNG“

Mannheim ist eine offene Stadt, die sich aus der Vielfalt heraus versteht und sich zum Ziel gesetzt hat, Vorbild für das Zusammenleben in Metropolen zu sein. Der Entwicklungsplan „Bildung und Integration“ hat bereits aufgezeigt, wie wichtig eine interkulturelle Öffnung der Gesellschaft und insbesondere der Bildungslandschaft ist.

Doch wie sehen gelingende Beispiele der Teilhabe an Bildung von Migranten aus? Wie können Migrantenorganisationen professionalisiert werden? Welche Rolle spielen Migrantenorganisationen bei der kooperativen Elternarbeit? Diesen und weiteren Fragen gingen zahlreiche Akteure aus Kommune, Wissenschaft und Migrantenorganisationen im Rahmen der Informationsveranstaltung „Ehrenamtliches Engagement von Migranten und Migrantenorganisationen“ der Fachbereiche Bildung sowie Vielfalt, Internationales und Repräsentation nach.

Nach dem musikalischen Auftakt vom italienischen Kinderchor „Arcorobaleno“ begrüßten Heike Fleischmann, Leiterin der Abteilung Bildungsplanung/Schulentwicklung im Fachbereich Bildung, und Claus Preißler, Beauftragter für Integration und Migration, alle Anwesenden. „Migrantenorganisationen sind für uns wichtige Partner, um Eltern mit Migrationsgeschichte zu erreichen. Sie übernehmen wichtige Funktionen bei der Beratung, Unterstützung und Integration von Zugewanderten“, so Fleischmann. Preißler betonte die gemeinsame Übernahme von Verantwortung zu Themen der Bildung sowie der Neuzuwanderung und freute sich über das Angebot des Bildungsbüros zur Qualifizierungsreihe, die in Kooperation mit der Elternstiftung e.V. durchgeführt wird, um Migrantenorganisationen in ihren Handlungskompetenzen zu stärken.

Prof. Dr. Havva Engin, Leiterin des Heidelberger Zentrums für Migrationsforschung und Transkulturelle Pädagogik (Hei-MaT), zeigte in ihrem Vortrag die Potenziale von Migrantenorganisationen in kooperativer Elternarbeit aus wissenschaftlicher Perspektive auf. Beispiele zur praxisorientierten Bildungsarbeit aus den Migrantenorganisationen gab es unter anderem von „Unsere Welt e.V.“ und von der „Alevitische Gemeinde Rhein-Neckar-Kreis e.V.“. Dr. Marc Schmid, Geschäftsführer der Elternstiftung, begrüßte es, dass Mannheim die Potenziale von Migrantenvereinen erkennt und entsprechend darauf reagiert. Er stellte die geplante Qualifizierungsreihe „Bildungsarbeit in Migrantenvereinen“ vor.

Wie die Veranstaltung gezeigt hat, besteht großes Interesse an den Themen Bildung, Weiterbildung und Ehrenamt. „Ich freue mich sehr, dass wir mit der Qualifizierungsreihe eine Möglichkeit geschaffen haben, Ehrenamtliche in der Bildungsarbeit zur stärken. Dass wir hier den Fokus auf Migrantenorganisationen legen, ist ein wichtiger Schritt im Hinblick auf eine gesellschaftliche Teilhabe von Migrantinnen und Migranten“, stellte Bildungsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb fest.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Projektes „Qualifizierung von Ehrenamtlichen“ des Bildungsbüros in Kooperation mit dem Integrationsbeauftragten der Stadt Mannheim durchgeführt. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Soziales und Integration und co-finanziert durch die Stadt Mannheim.

Weitere Informationen zur Qualifizierungsreihe und zur Anmeldung finden Sie hier.