Kultur - 21.07.2015

Port25 eröffnet mit "Schönheit des Alltäglichen"

Mit der Ausstellung „Schönheit des Alltäglichen“ wurde am Freitag, 17. Juli, die Galerie „Port25 – Raum für Gegenwartskunst“ am Kreativwirtschaftszentrum in der Hafenstraße 25 bis 27 eröffnet. Bürgermeister Michael Grötsch zeigte sich vom großen Besucherinteresse an Mannheims jüngster Kulturinstitution beeindruckt.

„Während andere Städte darüber diskutieren, welche kulturellen Einrichtungen sie schließen, haben wir in Mannheim bereits 2008/2009 den Entschluss gefasst, diesen Bereich auszubauen“, erinnerte der Wirtschafts- und Kulturdezernent an die Ursprungsidee, eine Galerie für zeitgenössische Kunst mit regionalem Bezug zu schaffen. Das sei mit „Port25“ gelungen, wo fortan in sechs Ausstellungen pro Jahr junge künstlerische Positionen aus Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar in Verbindung mit international tätigen Kunstschaffenden präsentiert werden sollen. Dafür verantwortlich ist Stefanie Kleinsorge, die „Port25“ zunächst zwei Jahre leiten wird. „Mit der Option, die Zusammenarbeit um zwei weitere Jahre zu verlängern“, stellte Grötsch in Aussicht.

„Port 25“, untergebracht hinter der denkmalgeschützten Fassade des sogenannten „Yamam-Gebäudes“,  bilde architektonisch eine gelungene Einheit mit dem im benachbarten Neubau angesiedelten Kreativwirtschaftszentrum  „C-Hub“, an dem sich bereits 35 Start up Unternehmen angesiedelt hätten. „Das Gesamtprojekt ist damit programmatischer Ausdruck und idealtypische Verbindung der Geschäftsfelder Kultur und Wirtschaft meines Dezernates“, erläuterte Michael Grötsch, dass die rund 600 Quadratmeter große Galerie als Nachfolgereinrichtung der Stadtgalerie in S 4 internationalen Standards entspreche und einen regelmäßigen, ganzjährigen Betrieb zulasse.

Er unterstrich, dass mit dem Neubau Kreativwirtschaftszentrum sowie Galerie und Gastronomie im Nachbargebäude das Stadtquartier Jungbusch konsequent weiterentwickelt und gestärkt werde. Baulich wie sozial: Das Ganze füge sich hervorragend in den Bau der Promenade am Verbindungskanal ein. Die Gestaltung des Quartiersplatzes sowie der Neubau der Jungbuschhalle Plus X seien ebenfalls Teil dieses Rahmenplanes.  „Bewohnerorientierte Stadtteilkulturarbeit wie der ‘Nachtwandel‘ sowie aktivierende soziokulturelle Angebote müssen weitergeführt werden“, erklärte der Bürgermeister. „Port25 ist nur durch den Schulterschluss der Kulturschaffenden und der Wirtschaft möglich geworden“, bedankte er sich beim Fachbereich Wirtschafts- und Strukturförderung ebenso wie beim Kulturamt.

Dessen Leiterin, Sabine Schirra, zeigte sich ebenfalls überwältigt vom Publikumsinteresse an der Neueröffnung und einem Gebäude „von dem ich vor fünf Jahren nicht mal geträumt hätte“. „Es ist Ihr Ort“, richtete sie das Wort an die Kulturschaffenden und bildenden Künstler und wies zugleich auf die nächste geplante Ausstellung vom 18. September bis 15. November im Zusammenhang mit dem 6. Fotofestival Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg hin. Doch zunächst steht bis einschließlich 30. August die „Schönheit des Alltäglichen“ im Fokus. Objekte an der Schnittstelle von Alltagsgegenstand und Skulptur, die in einer Gruppenausstellung von der Alfred Packer Company (Philipp Morlock und Ulrich Sayin Wesner, Mannheim), dem in Bruchsal lebenden Max Kosoric sowie Florian Slotawa und Ulrich Strothjohann (beide Berlin) gestaltet wird. Die Ausstellung wurde von Stefanie Kleinsorge in Zusammenarbeit mit Benedikt Stegmayer, dem ehemaligen Leiter der Stadtgalerie, kuratiert. Diese ist in ihrer Ausrichtung insofern programmatisch, da auch künftig mindestens zwei künstlerische Positionen präsentiert und zur Diskussion gestellt sowie regionale mit internationalen Künstlern in einem Mix der Generationen gezeigt werden sollen.