Sport & Gesundheit - 27.11.2018

Plakataktion in Straßenbahnen zum Welt-AIDS-Tag

Fachbereich Gesundheit informiert über seine Beratungsangebote

Am 1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag. Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) leben in Deutschlang ungefähr 90.000 HIV-positive Menschen. Darüber hinaus rechnet das RKI mit etwa 12.600 Menschen, die mit dem HI-Virus infiziert sind, dies aber nicht wissen. Seit Beginn der Erfassung im Jahr 1982 sind in Deutschland 14.905, in Mannheim 76 Menschen an AIDS gestorben. Dank der Weiterentwicklung moderner Kombinationstherapien und besserer Behandlungsmethoden im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit ist die Zahl der Todesfälle in der Region rückläufig.

Um auf die Beratungs- und Testangebote in der Metropolregion hinzuweisen, initiiert die Beratungsstelle für sexuell übertragbare Infektionen/AIDS–Beratung (STI/AIDS-Beratung) der Stadt Mannheim in Kooperation mit dem STI/HIV-Netzwerk Metropolregion Rhein-Neckar anlässlich des Welt-AIDS-Tags wieder eine Plakataktion in der OEG-Linie 5 sowie in Straßenbahnen in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg. Zwei Wochen lang sollen die ausgehängten Plakate die Bürger informieren und für das Thema sensibilisieren. Zudem bietet eine aktualisierte Internet-Präsenz einen umfassenden Überblick über die Beratungs- und Untersuchungsmöglichkeiten in der Region zu sexuell übertragbarer Infektionen: www.hiv-netzwerk-mrn.de

Beratungsangebote der Stadt verstärkt nachgefragt
Bei der Stadt Mannheim wurden die anonymen und kostenlosen Beratungs- und Testangebote des Fachbereichs Gesundheit zu sexuell übertragbaren Infektionen im Jahr 2018 verstärkt nachgefragt: So wurden bis Ende Oktober bereits 4.200 Beratungen und über 4.100 Tests zu sexuell übertragbaren Infektionen (HIV, Syphilis, Chlamydien, Gonorrhoe, Hepatitis) in Anspruch genommen. Im Vergleich zum Vorjahr mit 3.200 Tests bedeutet dies eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Beratung und Testung.

„Diese rege Inanspruchnahme und gestiegene Nachfrage verdeutlicht, wie wichtig die Bereitstellung dieser Angebote für die Gesellschaft ist“, betont Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb.

Stand in den letzten Jahren das HIV-Testangebot für die meisten Klienten der STI/AIDS-Beratung im Vordergrund, werden heute zunehmend die Tests bezüglich der anderen sexuell übertragbaren Infektionen, hier insbesondere Chlamydien und Gonorrhoe sowie Syphilis, nachgefragt. Angesichts der hohen Fallzahlen bei Syphilis – hier gab es im Jahr 2017 in Deutschland 7.516 Neudiagnosen – sieht die STI/AIDS-Beratung der Stadt hier einen Schwerpunkt ihrer Arbeit.

Insgesamt sind die AIDS-Zahlen in Deutschland im weltweiten Vergleich relativ günstig, dennoch wird jedem nicht monogam lebenden, sexuell aktiven Menschen empfohlen, sich nach Risikosituationen auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen testen zu lassen.

In Ergänzung zu dem bisherigen HIV-Testangebot ist es in Deutschland seit Herbst 2018 auch möglich, HIV-Selbsttests in Apotheken und Drogerien oder über das Internet zu kaufen. Das Gesundheitsamt rät, nur Tests mit CE-Kennzeichen zu verwenden. Reagiert der Selbsttest positiv, muss in einem Labor ein Bestätigungstest vorgenommen werden, da die Selbsttests sehr empfindliche Suchtests sind. Hierbei ist zu beachten, dass erst nach etwa zwölf Wochen nach einer vermuteten Infektion die Antikörperkonzentration so hoch ist, dass ein HIV-Selbsttest aussagekräftig ist (diagnostisches Fenster). Ein herkömmlicher Labortest kann nach sechs Wochen eine sichere Aussage bieten. Fachinformationen des Paul-Ehrlich-Instituts zum HIV-Selbsttest gibt es unter: www.pei.de

Weitere Informationen zu sexuell übertragbare Infektionen bietet der
Fachbereich Gesundheit der Stadt Mannheim,
Beratungsstelle für sexuell übertragbare Infektionen / AIDS-Beratung
R 1, 12; 68161 Mannheim
Telefon: 0621-293 2249
www.mannheim.de/buerger-sein/sti-aids-beratung

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