Bildung & Wissenschaft - 15.03.2021

Pilotprojekt startet: Geruchstests für Schüler*innen

Drei Schulen beteiligt / 8.000 Tests ausgeliefert

Heute hat die Stadt Mannheim mit einem neuen Pilotprojekt an drei Mannheimer Schulen begonnen: Ab sofort können alle Schüler*innen der dortigen Abschlussklassen zwei Mal wöchentlich einen kostenlosen Riechtest in der Schule machen. Beteiligt sind die Helene-Lange-, Justus-von-Liebig-Schule sowie die IGHM. Die Stadt Mannheim hat das Pilotprojekt initiiert und dazu den Schulen Geruchstest bereitgestellt und heute an die Schulen ausgeliefert.
 
„Die  Selbsttestung von Schüler*innen ist in dem Maße erfolgreich, wie sie in den Schulbetrieb eingebunden ist. Wir freuen uns, dass in Mannheim die IGMH, die Helene-Lange-Schule und die Justus-von-Liebig Schule dabei sind und die Schulleitungen und -kollegien das Vorhaben engagiert unterstützen. Wir begrüßen es, dass inzwischen auch das Land eine Testung aller Schüler*innen vorsieht. Als schwierig betrachten wir, dass das Kultusministerium selbst dafür bisher keine Struktur über die Schulen organisiert. Die Testung aller Schüler*innen über Apotheken und Hausärzte wird aus unserer Sicht nicht funktionieren. Als Stadt Mannheim setzen wir daher auf das - mangels Rechtsrahmen und konkreter Vorgaben des Landes - freiwillige Engagement von Schulen und eine Testung, die auch ohne besondere Strukturen einfach im Klassenraum stattfinden kann“, erläutert Bildungsbürgermeister Dirk Grunert.
 
Eingesetzt werden sollen die Riechtests, die unter anderem auch bei dem Test-Konzert-im Rosengarten eingesetzt wurden. Sie sollten am besten vor Unterrichtsbeginn vorgenommen werden. Dazu müssen alle Teilnehmer*innen auf ihrem Smartphone eine entsprechende Anwendung (App) installieren. Sie erhalten ein Pappkärtchen. Der darauf befindlichen QR-Code muss einscannen werden. Mit dem Fingernagel wird dann eine Stelle des Kärtchens aufgerubbelt, die einen Duft freigibt. Welcher das ist, wird in der App richtig angeklickt. Der Test basiert darauf, dass der Geruchsverlust eines der ersten Anzeichen einer Corona-Infektion ist. Der Vorteil dieses Testverfahrens ist dabei vor allem die einfache Handhabung und die kurze Durchführungszeit.

Bei einem positiven Testbefund ist eine weitere Testung erforderlich etwa durch einen Antigen-Test, bevor ein PCR-Test die positiven Ergebnisse bestätigt und eine Meldung ans Gesundheitsamt erfolgt.
 
In einem eigenen Modell hatte die Stadt Mannheim bereits vor den Vorgaben des Landes auch die Möglichkeit regelmäßiger Testungen zwei Mal wöchentlich für alle Beschäftigten direkt an Kitas und Schulen geschaffen.

Medien