Politik & Verwaltung - 03.01.2019

OB Dr. Kurz gratuliert zum Geburtstag

„Blumen erfreuen das Herz“, stellte Berta Wolff, geborene Neber, beim Anblick der üppig blühenden Orchidee voller Freude fest, die Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz ihr anlässlich ihres 107. Geburtstages überreichte. Auch das zweite Geschenk, ein Bildband mit dem Titel „Alt-Mannheim vor 100 Jahren – Ein Stadtbild im Wandel“, war ganz nach dem Geschmack von Mannheims ältester Bürgerin. Am 25. Dezember feierte die Seniorin ihren besonderen Ehrentag, den auch das Land Baden-Württemberg würdigte. Denn zusätzlich zum von Mannheims OB offiziell unterzeichneten Glückwunschschreiben hatte Dr. Peter Kurz eine von Winfried Kretschmann unterschriebene Urkunde mitgebracht, mit der der Ministerpräsident Berta Wolff viele gute Wünsche fürs weitere Wohlergehen ausspricht.

Noch vor gut zehn Jahren lebte die Witwe in ihrer Wohnung in der Schwetzingerstadt. Dann entschied sie sich für den Umzug ins LanzCarré im Stadtteil Lindenhof. Bei seinem Besuch dort hörte der Oberbürgermeister von Berta Wolffs Tochter und Schwiegersohn, Doris und Horst Englert, dass die Jubilarin trotz ihres hohen Alters immer noch sehr am Geschehen in ihrer Heimatstadt Mannheim interessiert ist. Auch wenn das Gehör nur eingeschränkt funktioniert, so erlauben die Augen nach wie vor die tägliche Lektüre der Tageszeitung. „Und darauf will meine Mutter ebenso wenig verzichten wie auf die regelmäßigen Ausflüge in den Stadtteil und die Innenstadt selbst“, erzählte Doris Englert. Berta Wolff sei ein zufriedener Mensch und habe Freude am Leben. Ein erfülltes Leben, wie Dr. Peter Kurz erfuhr, der sich zugleich beeindruckt zeigte von der Lebensleistung der Seniorin. Schon mit 20 Jahren hatte Berta Wolff in T 4 ihr eigenes kleines Lebensmittelgeschäft eröffnet, das sie bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs führte. Als die Quadrate von Bomben schwer getroffen wurden, traf dies auch ihr Geschäft. Ehemann Karl Wolff musste in den Krieg ziehen und geriet in russische Gefangenschaft. Ihn pflegte Berta Wolff, mittlerweile junge Mutter, nach seiner Rückkehr wieder gesund, und den beiden blieben noch viele gemeinsame Jahre vergönnt.

Als gläubige Christin engagierte sich Berta Wolff zudem im Frauenarbeitskreis der Friedenkirche. „Als älteste Bürgerin Mannheims überblicken Sie eine riesige Zeitspanne“, stellte der OB fest. So hat die Jubilarin beispielsweise noch Zeiten in Erinnerung, in denen es keine Kühlschränke gab. Die beste Erfindung aus Sicht seiner Schwiegermutter sei jedoch die der Waschmaschine gewesen, ließ Horst Englert den OB wissen. Und natürlich könne sich Berta Wolff ebenso gut an den Wiederaufbau der Stadt nach Kriegsende erinnern wie an Geschäfte und Cafés, die es heute nicht mehr gebe, beispielsweise das Kaufhaus Landauer, in dem sie damals ihr Brautkleid kaufte.

„Lassen Sie uns eine Abmachung treffen“, meinte Dr. Peter Kurz als er sich von Berta Wolff verabschiedete. „Bleiben Sie gesund und munter, und in einem Jahr komme ich gerne wieder vorbei“, versprach er und Mannheims älteste Bürgerin  und ihre Familie willigten gerne ein. „Meine Mutter und auch wir haben uns sehr über Ihren Besuch gefreut“, so Doris Englert.

 

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