Bauen & Wohnen - 10.06.2021

Neues Wohnen und Arbeiten in der Spiegelfabrik

Zwischen Luzenberg und Waldhof-West hat die „Spiegelfabrik“ der Firma Saint-Gobain fast 170 Jahre lang als eine der ältesten kontinuierlich betriebenen Fabriken der Stadt den Mannheimer Norden und die Stadt Mannheim als Industriestadt geprägt. Durch ihre Aufgabe eröffnen sich neue Chancen für die Stadtteilentwicklung, die ersten Schritte hierfür wurden bereits geschaffen: Im April 2020 wurden eine Vorkaufsrechtssatzung und die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen sowie vorbereitende Untersuchungen eingeleitet. Mit dem Erlass der Sanierungssatzung im Frühjahr 2021 hat die Stadt Mannheim nun alle Mittel des Baugesetzbuches genutzt, um die zukünftige Nutzung steuern zu können. Wie das mehr als 37 Hektar große Areal künftig entwickelt werden könnte, darüber informierte der Fachbereich Geoinformation und Stadtplanung gestern in einer virtuellen Veranstaltung. Mehr als 70 Interessierte hatten sich eingewählt.

„Das große, bisher abgeschlossene Industrieareal kann als Wohn- und Arbeitsstandort neu belebt werden. Gleichzeitig wollen wir Grün- und Freiflächen erhalten und für die Bevölkerung zugänglich machen“, erläuterte Baubürgermeister Ralf Eisenhauer zu Beginn. Er betonte: „Wir stehen heute am Anfang der öffentlichen Diskussionen zur Entwicklung dieser großen Fläche und des Umfelds. Viele Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen; die Planung wird daher auch in den nächsten Monaten kontinuierlich weiterentwickelt. Auch mit dem Eigentümer Saint-Gobain werden wir noch viele Gespräche führen. Aber es ist uns wichtig, Sie als betroffene und interessierte Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in den Prozess mit einzubeziehen“, erläuterte Baubürgermeister Ralf Eisenhauer.  

In einem ersten Schritt soll nun ein städtebauliches Konzept erstellt werden, welches Perspektiven zur Aufwertung und Verbindung der beiden Stadtteile aufzeigen und die ökologischen Qualitäten sichern soll. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Mannheim gestern die ersten Konzeptüberlegungen vorgestellt: Der Schwerpunkt lag auf einem Szenario, das eine Nutzungsmischung aus Wohnen, Gewerbe und Wald bzw. Grünflächen darstellt. Ein Park könnte die beiden Stadtteile miteinander verbinden und damit die Insellage des Areals aufbrechen. Die gesammelten Anregungen der Bürgerschaft werden in die Weiterentwicklung des städtebaulichen Konzeptes miteinfließen. Vor der geplanten Fertigstellung des Konzeptes Ende 2021 soll eine zweite Bürgerbeteiligung stattfinden.

Die Bürgerinnen und Bürger sind auch im Nachgang der Veranstaltung gefragt: Die Präsentation der Veranstaltung mit den Planungsüberlegungen wird auf dem Beteiligungsportal der Stadt Mannheim unter www.mannheim-gemeinsam-gestalten.de/spiegelfabrik zur Verfügung gestellt. Die Beteiligung läuft ab Donnerstag, 10. Juni, bis zum Sonntag, 27. Juni, und bietet die Möglichkeit, weitere Anregungen und Kommentare abzugeben.

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