Wirtschaft & Arbeit - 24.05.2019

Neuer Standort in Friedrichsfeld-West

Nach vier Jahren Vorbereitung und zehn Monaten Bauzeit hat das 1882 in Mannheim gegründete Unternehmen Luschka + Wagenmann seinen neuen Firmenstandort in der Elsa-Brändström-Straße im Gewerbegebiet Friedrichsfeld-West bezogen. Stolz, Dankbarkeit und Glück, diese drei Gefühlszuständen träfen auf den heutigen Tag zu, so Wolfgang Seltenreich, langjähriger Geschäftsführer der Firma Luschka + Wagenmann GmbH.  „Stolz dürfen Sie auch zu Recht sein“, mit diesen Worten gratulierte Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch allen am Bauvorhaben Beteiligten und freute sich, dass die Wirtschaftsförderung der Stadt dem Mannheimer Traditionsunternehmen einen passenden neuen Standort in Mannheim in unmittelbarer Nachbarschaft zu weiteren renommierten Firmen anbieten konnte.


Mit dem Zuzug des Holz- und Trockenbaustoffhändlers befänden sich im Gewerbegebiet nun insgesamt 800 Arbeitsplätze. „Ich wünsche mir, dass diese Zahl weiter steigt“, so Grötsch, der sich im Namen der Stadt dafür bedankte, dass sich Unternehmen und Architekt zugleich eines baulichen Kleinods angenommen haben. Gemeint ist die 1939 erbaute Autobahnraststätte. Ein unter Denkmalschutz stehendes Ensemble rechts und links der A 656, deren einer Teil sich auf dem Firmengelände befindet. Luschka + Wagenmann hat den Charakter der Tankstelle architektonisch gewahrt nutzt das Gebäude künftig als modernen Showroom und Verkaufsfläche für Produkte des Innenausbaus.


Darüber hinaus entstanden auf dem insgesamt 19.234 Quadratmeter großen Grundstück an der Elsa-Brändström-Straße eine moderne Lagerhalle mit mehr als 5000 Quadratmetern sowie eine rund 1000 Quadratmeter große Freihalle, die von einem repräsentativen Bürogebäude flankiert wird. „Jetzt muss nur noch offiziell aufgeschlossen werden“, sagte Architekt Christoph Helbich bei der symbolischen Schlüsselübergabe an Wolfgang Seltenreich und Rainer A. Wagenmann, Vorsitzender des Beirates von Luschka + Wagenmann GmbH.


Wagenmann, skizzierte den von seinem Urgroßvater Julius Wagenmann ursprünglich als Holzhandel mitbegründeten Betrieb im Mannheimer Handelshafen. „Familienunternehmen haben einen gewissen Hang zu Standorttreue und Beharrlichkeit und müssen zugleich den Blick nach vorne richten“, so der Beiratsvorsitzende. Es freue ihn daher, dass Geschäftsführer Wolfgang Seltenreich mit Unterstützung von Martin Rostock von der Wirtschaftsförderung auf der Suche nach einem geeigneten Standort in Mannheim fündig geworden sei. Ein Standort, „der es nicht schwer fallen lässt, 137 Jahre Erinnerung an den Handelshafen zu verarbeiten“. Im Gewerbegebiet Friedrichsfeld-West könne man sich als moderner Handelsbetrieb mit allen Voraussetzungen für eine gute Zukunft präsentieren. „Nicht überdimensioniert, aber mit Möglichkeiten zur Erweiterung“, stellte Wagenmann fest. Durch den Einsatz von Eigenkapital  stehe das Unternehmen zugleich erstmals in seiner 137-jähringen Firmengeschichte auf eigenem Grund und Boden. „Am 7. Juni werden die Firmenschilder und Wegweiser angebracht. Und wenn dann noch final über die passenden Bäume, Sträucher und Grassamen entschieden ist, dann sind wir endgültig fertig“, erklärte Geschäftsführer Seltenreich.

 

Medien