Bildung & Wissenschaft - 18.04.2019

Neue Grundschule auf Franklin: erste Vorschläge präsentiert

Ergebnisse des Preisgerichts zum Planungswettbewerb vorgestellt

In der vergangenen Woche tagte das Preisgericht zum Planungswettbewerb der neu zu errichtenden Grundschule auf Franklin. Nach mehrstündiger Beratung entschieden die 17 Preisrichter mit deutlicher Mehrheit: Das Architekturbüro LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei aus Stuttgart erhält den zweiten Preis bei der Planungskonkurrenz, ein erster Preis wurde nicht vergeben.

Zu den Preisrichtern zählten u.a. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, BBS-Geschäftsführer Karl-Heinz Frings, Bildungsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb, Leiter des Fachbereichs Städtebau Klaus Elliger, die Architekten Julia Klumpp, Markus Lager und Prof. Hartmut Eckhardt sowie Peter Doberass von der BBS.

Da noch keine der Einreichungen mit ihrem Ansatz und ihren Anforderungen an den Grundschulalltag die Preisrichter vollständig überzeugen konnte, wurde kein erster Preis vergeben. Ein gutes Konzept präsentierte das zweitplatzierte Architekturbüro LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei aus Stuttgart. Es überzeugte mit einem kompakten und städtebaulich logischen Entwurf sowie der Ausgestaltung einer inneren Mitte als Herz des Hauses. Zwei dritte Preise wurden an Harter + Kanzler Architekten aus Freiburg und mvm+starke architekten in Köln vergeben. Der vierte Preis ging an Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten aus Nürnberg. Der zweite und die beiden dritten Preise haben nun noch einmal die Chance, ihre Konzepte weiterzuentwickeln. Eine Anerkennung erhielten die Büros ARGE Günter Hermann Architekten + white arkitekter, Stuttgart, Rossmann + Partner Architekten mbH, Karlsruhe und wittfoht architekten, Stuttgart.

„Mit dem Neubau der Grundschule entsteht ein weiterer wichtiger Baustein in der Entwicklung von Franklin. Dies spiegelt auch die intensive Diskussion im Preisgericht wieder. In der Chance, die drei überzeugendsten Konzepte nochmals weiterzuentwickeln, sehen wir das größte Potenzial, die beste Lösung für den Standort zu finden”, hob Karl-Heinz Frings, Geschäftsführer der BBS hervor.

Und Bildungsbürgermeistern Dr. Ulrike Freundlieb betonte: „Die neuen Stadtgebiete Franklin und Spinelli werden erwartungsgemäß viele junge Familien anziehen, das ist eine große Chance für unsere Stadt. Und auch die Gründung einer neuen Schule ist für eine Kommune unserer Zeit einmalig. Sie belegt, dass die Stadt wächst und die Familienfreundlichkeit bei der Konzeption neuer Wohnquartiere für uns als Stadtverwaltung eine hohe strategische Bedeutung hat.“

Aber auch beim pädagogischen Konzept soll sich die neue Schule in die konzeptionelle Ausrichtung des Quartiers fügen und das Element des „grünen Stadtteils“ aufgreifen: „So soll ein „grünes Klassenzimmer“ von Anfang an mitgedacht werden. Die pädagogische Arbeit kann im Freien oder in einem Schulgarten oder auf geeigneten Versammlungsflächen stattfinden, das Gebäude soll den ökologischen Gedanken durch die Verwendung naturnaher Materialien wie Holz oder begrünten Fassaden- oder Außenbereichsflächen aufgreifen“, beschrieb Freundlieb das Konzept und ergänzte: „Die Schule soll selbst so zu einer kleinen Stadtteil  mit verschiedenen Zonen wie Foyer, Aula, Marktplatz, Mensa oder Aufenthaltsräumen werden. So wird Schule selbst zu einer kleinen Polis und spiegelt die Stadtgesellschaft auch als räumliches Modell“.

Zum Schuljahr 2022/23 soll auf Franklin eine vierzügige Grundschule mit dauerhaft bis zu 400 Schülerinnen und Schülern im verbindlichen Ganztagsbetrieb mit entsprechenden Außenflächen und einer Doppelsporthalle in Betrieb gehen.

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